Vorwürfe gegen Vizebürgermeister Josef Feitl. In einem anonymen Brief an die Gemeinde Jennersdorf wird der Rücktritt gefordert. Dieser vermutet „politische Motive“.

Von David Marousek. Erstellt am 05. November 2020 (03:21)
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Viele Scheibbser erhielten in den letzten Wochen ihre Post verspätet zugestellt: Grund waren Krankenstände.
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Ende Oktober ging ein anonymer Brief an Bürgermeister Reinhard Deutsch (JES). Darin wird gefordert, dass Vizebürgermeister Josef Feitl innerhalb einer Woche von seinem Posten, sowie als Gemeinderat, zurücktritt, sonst würden die beiden angeblichen Unternehmer, die laut Brief am Bauhof beschäftigt waren, an die Öffentlichkeit geben.

Sponsortätigkeit wurde angeblich erzwungen

Im Brief schildern die beiden, sie seien von Josef Feitl (JES) gezwungen worden, Sponsortätigkeiten beim Fußballverein zu übernehmen. Feitl nahm Stellung dazu: „Es ist durchaus möglich, dass ich gegenüber den Verantwortlichen in meiner Wortwahl etwas strenger geworden bin. Sollte sich dadurch jemand angegriffen gefühlt haben, so werde ich mich bei ihm persönlich entschuldigen.“

Zum Drang den Fußballverein zu sponsern, sei es laut Feitl nie gekommen: „Wenn sich jemand genötigt fühlte, den USV Jennersdorf zu sponsern, so darf ich festhalten, dass die Aufträge grundsätzlich gemäß Bundesvergabegesetz von einem externen Rechtsanwalt im Namen der Gemeinde vergeben wurden.“ Feitl sei außerdem überzeugt, dass dieser Brief aus politischen Motiven entstanden sei und die Wortwahl auf „eindeutige Herkunft“ schließen lasse.

Herkunft des Briefes sei „leicht erkennbar“

Bürgermeister Reinhard Deutsch und Fraktionssprecher Helmut Kropf wandten sich an den Gemeinderat: „Der Ursprung ist für die Bürgerliste JES leicht erkennbar, auch wenn der Verfasser zu feig ist, sich zu deklarieren.

Solltet ihr mit dieser Sache nichts zu tun haben, distanziert euch bitte von dieser niveaulosen Angelegenheit oder bekennt euch gegebenenfalls dazu!“