"Sissy" zwischen Kitsch und Moderne

Erstellt am 05. August 2022 | 09:37
Lesezeit: 4 Min
Gestern feierte "Sissy" auf Schloss Tabor Premiere. Mit dem Fritz Kreislers Klassiker bringen die Festspiele auf Schloss Tabor ein Stück österreichischer Operetten- und Filmgeschichte ins Südburgenland.
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Mit der Operette „Sissy“ von Fritz Kreisler startete JOPERA in den  diesjährigen Festivalsommer auf Schloss Tabor. Es war ein Premierenabend mit viel Kitsch und Moderne und einer kräftigen Prise Humor. 

In der Regie von Stephan Grögler verkörpern die bezaubernde Valerie Luksch Prinzessin Elisabeth in Bayern und Phillipp Laabmayr den jungen Kaiser Franz Joseph. Piotr Plawner gibt Fritz Kreisler, einen der begabtesten Geiger seiner Generation. Mit dem Quintett SALONISTI war Piotr Plawner 1997 im Hollywood-Blockbuster „Titanic“ von James Cameron als Geiger der Bordkapelle zu sehen, die bis zum Untergang des Schiffes spielte. Josefstadt-Star Oliver Huether (Max in Bayern) und Musical-Grande-Dame Isabel Weicken (Erzherzogin Sophie) brillieren in weiteren Hauptrollen.

Die Choreographie stammt von Sabine Arthold. Das in seiner Assoziation unglaublich facettenreiche Bühnenbild, für das auch Regisseur Stephan Grögler verantwortlich zeichnet, ist an Fritz Kreislers Dachboden und seiner darin empfundenen Traumwelt angelehnt. Die musikalische Leitung obliegt Dirigent Erich Polz, der gemeinsam mit 47 Musikerinnen und Musiker der Jungen Philharmonie Brandenburg und dem Chor Graz (unter der Leitung von Bernhard Schneider) Kreislers berührende Melodien im südburgenländischen Nachthimmel erklingen lässt. Das Premierenpublikum erlebte einen bezaubernden Operettenabend mit „Sissy“ und „Franzl“.

Darunter unter anderem Landeshauptmann Hans Peter Doskozil mit Julia Jurtschak, Landtagspräsidentin Verena Dunst, Arbeiterkammer Burgenland-Präsident Gerhard Michalitsch, Landesimmobilien-Burgenland-Geschäftsführer Gerald Goger, die Geschäftsführerin der Kultur-Betriebe Burgenland (KBB) Barbara Weißeisen, Bühnenbildner Manfred Waba und Baumeister Richard Lugner sowie fast alle Bürgermeister aus dem Bezirk Jennersdorf.

Gespielt wird noch am 5., 6., 7., 10., 12., 13. und 15. August. Weitere Informationen und Tickets unter www.schlosstabor.at

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