Katastrophenprävention in Rudersdorf

Wie sich Einwohner gegen Unwetter schützen können und wer im Schadensfall hilft, darüber wurde bei einer Info-Veranstaltung in Rudersdorf referiert.

Erstellt am 28. August 2020 | 10:23
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Thomas König, David Venus, Markus Pammer, Erwin Preiner, Oswald Hager, Patrick Kainz und Martin Wogg in Rudersdorf.
Foto: David Marousek

Anfang August wurde Rudersdorf von den heftigen Unwettern schwer getroffen. Ganze Straßen waren überflutet und auch am Gemeindeamt stand das Wasser. Um in Zukunft womöglich Schäden vermeiden zu können, veranstaltete die SPÖ-Rudersdorf-Dobersdorf einen Info-Abend im Gasthaus Antonyus. 

"Alarmierungen nur über 122"

Patrick Kainz, Abschnittsfeuerwehrkommandant und Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Rudersdorf-Ort, appellierte an die Bevölkerung: "Bitte alle Alarmierungen nur an den 122-Notruf!" Private Anrufe an einzelne Feuerwehrmitglieder würden im Ernstfall nicht helfen und womöglich die Einsatzplanung verschleppen. Der Rudersdorfer Kommandant gab auch einige Tipps, was im Katastrophenfall alles möglich ist: "Bei den Feuerwehren können kostenlos Sandsäcke abgeholt werden. Private Nasssauger sind aber sicherlich von Vorteil. Bitte außerdem keine Kanaldeckel selbstständig öffnen."

"Die Schadensereignisse werden sicher nicht weniger"

Markus Pammer vom Amt der burgenländischen Landesregierung erklärte die Vorgangsweise bei bereits eingetretenen Ereignissen und Unterstützung durch den Katastrophenfond. "Es muss binnen sechs Wochen ein Antragsformular an die burgenländische Landesregierung gestellt werden", erklärte Pammer. Unternehmer würden bei versicherbaren Risiken maximal 25 Prozent der Schadenssumme bekommen, Privathaushalte sogar bis zu 100 Prozent. Die geleistete Versicherungsleistung wird jedoch einbezogen. Gereiht wird nach Eingang der Anträge und es gibt keinen subjektiven Rechtsanspruch auf Förderungen. "Die Schadensereignisse werden sicher nicht weniger", führte Pammer aus.

Ähnlich sah das auch Erwin Preiner, Bürgermeister von Winden und Präsident des burgenländischen Zivilschutzverbandes: "Die Starkregenereignisse werden durch Klimaveränderungen immer häufiger. Wir versuchen die Bevölkerung präventiv aufmerksam zu machen. Alle Blaulichtorganisationen sind unser Kooperationspartner." Alle Gemeinden müssen außerdem über Katastrophenschutzpläne verfügen.