Vier Pfoten im vollen Einsatz

Erstellt am 30. Juni 2022 | 05:06
Lesezeit: 3 Min
Die Hundestaffelführer von Königsdorf rücken ihre Spürnasen ins Rampenlicht – und diese zeigen, was sie können.
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Genau genommen sind es in der Polizeiinspektion Königsdorf 16 Pfoten; nämlich ‚Maverick‘, ‚Floyd‘, ‚Alpha‘ und ‚Frodo‘. Frodo gehört zum Chef der Hundestaffel, Klaus Sannegger.

„Mein Hund begleitet mich im Dienst immer. Sie werden hauptsächlich zum überlagernden Streifen- und Überwachungsdienst in den Bezirken Jennersdorf, Güssing, Oberwart und Oberpullendorf mitgenommen, bei Fußballspielen, Demonstrationen, Objekt-, und Grenzüberwachung eingesetzt, unterstützen bei kriminaltechnischen Untersuchungen oder sind bei Such-, Hilfs- und Rettungsaktionen dabei“, erklärt Sannegger.

Nach dem Dienst geht es ab nach Hause, denn die Hunde leben im Familienverband mit. Er wird zwar als „polizeiliches Einsatzmittel“ bezeichnet, aber die vier Hundeführer sind sich einig: Man muss da mit Liebe zum Tier dabei sein. Joachim Marakovits dazu: „Ich habe in meinem Leben vielleicht drei Tage lang keinen Hund gehabt.“ Der Welpe wird selbst ausgesucht, mit dem Training von klein auf begonnen.

„Nach der Grundausbildung zum Schutz- und Stöberhund wird darüber hinaus je nach Veranlagung des Hundes hinsichtlich Spiel- und Beutetrieb mit der Spezialausbildung begonnen. Suchtmittel ist ein ganz wichtiger Bereich, wo viele Hunde gebraucht werden; Thomas hat zum Beispiel einen Brandmittelspürhund. Es gibt auch noch Leichen- und Sprengstoffspürhunde“, erzählt Klaus Sannegger.

Spezialausbildungen dauernd in der Regel circa acht Wochen und werden nur in zwei Ausbildungszentren in Oberösterreich und Wien durchgeführt. In den letzten 30 Jahren haben sich sowohl die Ausbildung des Diensthundewesens als auch Tierschutzbestimmungen stark verändert.

Am Beispiel Suchtmittelspürhund wird das Tier auf alle bekannten Suchtmittel und die Wiedererkennung trainiert – und dabei anders als früher angenommen natürlich nicht „süchtig“ gemacht. „Für den Hund ist das wie ein Spiel, wo er seinen Beutetrieb ausleben kann und am Ende eine Belohnung wartet. Wichtig ist vor allem, dass auch der Hund am Ende des Tages positiv abschließen kann“, weiß Marakovits.

Nach etwa zehn Jahren darf der treue Begleiter in Pension gehen und seinen Lebensabend in seiner Familie genießen – meist noch mit einem Spielgefährten, der als Nächstes seinen Dienst antreten wird.

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