KUZ bleibt weiterhin ein Thema. FPÖ will die Sanierung des KUZ und eine Mehrzweckhalle, die ÖVP fordert eine Sanierung mit geringen finanziellen Mitteln.

Von Carina Fenz. Erstellt am 31. Juli 2019 (04:20)
440_0008_7414437_owz44cari_kuz_jennersdorf.jpg
Das KUZ Jennersdorf ist mehr als 40 Jahre alt. Jetzt wird über die Zukunft des Gebäudes diskutiert. Auch ein Privatverkauf steht im Raum.
zVg

Nachdem in der Vorwoche die Pläne des Landes für den Kauf des Schloss Tabors bekannt wurden, sorgen sich FPÖ und ÖVP um die Zukunft einer Veranstaltungsstätte für die Bezirkshauptstadt. Das Kulturzentrum ist seit rund einem Jahr für Veranstaltungen gesperrt, eine Ausweichmöglichkeit größere Veranstaltungen durchzuführen gibt es derzeit nur in der Arena von Eventgastronom Gernot Schmidt.

„Es ist wunderbar, wenn das Schloss Tabor durch die Übernahme des Landes nachhaltig abgesichert ist, aber die Stadt hat keine Veranstaltungsstätte für Vereine, Schulen und Kulturschaffende“, kritisiert Stadtrat Franz Schenk (FPÖ), der von Bürgermeister Reinhard Deutsch (JES) eine Kostenschätzung für die Sanierung des KUZ fordert. Von der Bürgermeister-Liste JES heißt es dazu nur, dass die Kostenschätzung durch das Gutachten der BELIG bereits bekannt sind (Anmerkung: Eine Sanierung würde rund 3 Millionen Euro kosten).

„Es ist wunderbar, wenn das Schloss Tabor durch die Übernahme des Landes nachhaltig abgesichert ist, aber die Stadt hat keine Veranstaltungsstätte für Vereine, Schulen und Kulturschaffende“

Für Schenk stehen die mögliche Sanierung des KUZ und der Bau einer Mehrzweckhalle, wie es die FPÖ auch gefordert hat und die Liste JES vorantreiben möchte, in keinem Widerspruch. „Für Kulturveranstaltungen ist diese aber ein unpassender Rahmen, daher brauchen wir einen Kultursaal“, so Schenk.

KUZ: ÖVP will Sanierung mit geringen Mitteln

Die ÖVP hingegen schlägt vor, das KUZ mit „geringen Mitteln zu sanieren“. Von der Liste JES heißt es dazu: „Den Aufwand ‚was zu sanieren ist‘ legt die Bezirkshauptmannschaft fest, denn diese muss das KUZ danach behördlich bewilligen. Die ÖVP kann ihre Vorstellungen dazu gerne im Bauausschuss einbringen. Was aus JES-Sicht sicherlich nicht geht, ist ein neuerlicher Betrieb des KUZ ohne behördlicher Bewilligung.“