Autonomie bringt viele Vorteile. Über die Loslösung der Mittelschule Neuhaus am Klausenbach aus dem Cluster.

Von Carina Fenz. Erstellt am 13. Mai 2021 (03:30)

Die Posse rund um die Mittelschule Neuhaus am Klausenbach ist um eine Facette reicher. Ein Blick ins Jahr 2014: Damals haben Eltern und Gemeindevertreter rund 1.400 Unterschriften gesammelt, um die Schließung der Schule zu verhindern. Mit der Änderung des Pflichtschulgesetzes, wo eine Schließung von Schulen unter einer Mindestschülerzahl von 80 — ab dem Jahr 2016 — verankert wurde, war diese nämlich im Raum gestanden. Letztendlich wurde man dann aber zur Expositur der Mittelschule Jennersdorf. Die Schule durfte mit diesem Kompromiss bleiben, es schien alles im Lot. Im Vorjahr, nach einer neuerlichen Änderung des Pflichtschulgesetzes, ist auch die Mindestschülerzahl gefallen. Eine Schließung steht erst im Raum, wenn die Schule aus organisatorischen und pädagogischen Gründen nicht mehr wirtschaftlich führbar ist, sagt es das Gesetz. Eine Chance, die man in Neuhaus am Klausenbach nutzte, um wieder eigenständig zu werden. Unter den Umständen ist die Löslösung aus dem Cluster verständlich, denn die Schwerpunkte der beiden Schulen könnten weiter nicht auseinander liegen. Während man Neuhaus auf Naturwissenschaften setzt, hat man sich in Jennersdorf nämlich der Informatik verschrieben.