Bunt statt schnell wirkt bereits. Über Anrainer, die mit einer kreativen Verkehrslösung aufmerksam machen

Von Carina Fenz. Erstellt am 19. Februar 2020 (03:50)

Knapp 2.000 kunterbunte Kugeln zieren seit vergangenem Samstag die Bäume entlang der Bergstraße in Deutsch Kaltenbrunn. Jetzt würde so mancher Autofahrer meinen, dass es sich dabei um Faschingsdekoration handelt.

Aber nein, das ist die Deutsch Kaltenbrunner Interpretation von verkehrsberuhigenden Maßnahmen. Die Initiatorin Brigitte Leimstättner hat diese kreative Idee von einem Urlaub in Peru ins Burgenland gebracht und sorgt jetzt für viel Gerede im Ort. Gut so, denn die Anrainer der Bergstraße kämpfen schon seit Jahren mit dem steigenden Verkehrsaufkommen und dem Lärm.

Bereits im November gingen die Bewohner von Haus zu Haus und versuchten via Petition etwas zu bewirken. Die Unterschriften wurden zwar an die Bezirkshauptmannschaft weitergeleitet, aber bislang gab es keine Antwort und auch keine Maßnahmen. Selbst aktiv zu werden hat den verkehrsgeplagten Anrainern jetzt wohl die größte Aufmerksamkeit in dieser Causa gebracht. Mit der kreativen Dekoration und den Hinweisschildern, auf denen „bunt statt schnell“ steht, sorgen sie dafür, dass die Autofahrer vergessen aufs Gas zu steigen. Die Antwort der Behörde sollte aber trotzdem noch folgen, auch wenn das Problem vorerst gelöst ist.