Gemeinsam führt der Weg ans Ziel. Carina Fenz über die verhärteten Fronten im Jennersdorfer Gemeinderat

Von Carina Fenz. Erstellt am 13. Februar 2019 (04:15)

Im letzten Moment hat der Jennersdorfer Gemeinderat mit den Stimmen der Liste JES und der ÖVP doch noch ein Budget beschlossen. Die FPÖ hat der Bürgermeisterliste JES „Kuhhandel“ vorgeworfen, die ÖVP argumentiert die Zustimmung damit, „sich die jahrelange Aufbauarbeit nicht zerstören zu lassen.“ Auch mit gültigem Beschluss, sind die Wogen zwischen den Fraktionen alles andere als geglättet.

Denn nach wie vor geht es in der öffentlichen Debatte viel zu oft um den Austausch von Vorwürfen. So hielt die FPÖ, der Liste JES vor, sie würden die Bevölkerung für plan- und konzeptlose Wirtschaftsförderung mit höheren Kanal- und Wassergebühren bezahlen lassen, während sich die Gegenseite laut den Freiheitlichen inhaltlichen Diskussionen verweigerte. Übertrieben haben beide Lager. Soll sich das Verhältnis wieder normalisieren, müssen sich JES und FPÖ wieder aufeinander zu bewegen. Ob dieser Wunsch in Erfüllung gehen wird?

Kaum. Denn mit Blick auf die finanziellen Herausforderungen sind die nächsten Streitereien bereits vorprogrammiert. Dabei würde es auf Dauer einen Grundkonsens zwischen den politischen Lagern brauchen, um effizient für die Stadt zu arbeiten.