Grenzen wurden überschritten. Über einen Fehler von Bürgermeister Reinhard Deutsch, der Glaubwürdigkeit kostet

Von Carina Fenz. Erstellt am 13. November 2019 (02:45)
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Seit knapp zwei Jahren ist Bürgermeister Reinhard Deutsch (JES) nun im Amt. Den Sprung ins kalte Wasser der Berufspolitik hat der Ortschef anfänglich gut gemeistert, jetzt ist er aber immer mehr mit politischen Gegenwind konfrontiert. Eine logische Konsequenz, denn als Politiker macht man sich nicht nur Freunde.

Aktueller Anlass ist die Absetzung von Franz Schenk (FPÖ) als Verbandsdelegierter im Tourismusverband. Hieß es im Spätsommer noch, dass Schenk sein Mandat aufgrund einer Verfehlung — zu langes Ausschenken am Sommerfest — weggenommen wurde, so berief sich der Bürgermeister in der letzten Gemeinderatssitzung auf einen Fehler, der im Zuge der „Verfehlungen“ aufgedeckt wurde. Deutsch hätte das Mandat gar nicht weitergeben dürfen, da es seiner Fraktion zugestanden ist. Und genau da liegt der springende Punkt.

Der Ortschef hat nämlich nach der Wahl viele Kompetenzen an politische Mitstreiter aller Fraktionen verteilt. Einerseits aus gutem Glauben und andererseits, um ein Mitbestimmen und Mitgestalten in der Stadtpolitik für alle möglich zu machen. Damit hat er aber gesetzliche Grenzen überschritten. Dies nun wieder ins Lot zu bringen, könnte ihm einiges an Glaubwürdigkeit kosten.