Gut vernetzt gefällt nicht allen. Über den Protest von Bürgern gegen einen geplanten Sendemast in Wallendorf.

Von Carina Fenz. Erstellt am 06. August 2020 (03:16)

Die einen wollen schnelles Internet und ständige Erreichbarkeit, die anderen keine Sendemasten – vor allem nicht in unmittelbarer Nähe. Aktuell wird in Wallendorf heftig diskutiert. Im Zuge Glasfaserausbaus soll hier ein neuer, 42 Meter hoher Sendemasten errichtet werden. Vor allem der möglicherweise geplante 5G-Betrieb stößt den Bewohnern sauer auf. Besagte Initiative hat bereits über 200 Unterschriften gesammelt und an Bürgermeister Josef Korpitsch übergeben, der sich ebenfalls gegen den Sendemasten ausspricht. In einer breiten Diskussion wird das geplante Vorhaben in den nächsten Tagen auch mit allen politischen Vertretern im Gemeinderat besprochen werden.

Seitens des Betreibers A1 will man in dieser Causa beruhigen und beteuert, dass es sich um einen 4G-Masten handelt. Ob daraus einmal 5G wird, könne man aber nicht ausschließen, weil auch die Bundesregierung den Ausbau des 5G-Netzes vorantreibe. Dass der Mast früher oder später kommt, wird ehrlicherweise auch mit Protest nicht zu verhindern sein. Davon profitieren tun vor allem jene, die durch Teleworking — gerade jetzt in der Coronakrise — auf ein besseres Netz angewiesen sind.