Konzepte gegen „Verwüstung“. Michael Pekovics über die heutigen Herausforderungen für die Experten der Raumplanung.

Von Michael Pekovics. Erstellt am 15. August 2018 (02:58)

Das Burgenland kann behaupten, ein Urlaubsparadies zu sein. Dennoch ist die Dichte an versiegeltem Boden die höchste in ganz Österreich. Diese Entwicklung ist allerorts zu sehen und hat viel mit dem kräftigen Wirtschaftswachstum zu tun – und der geringen Bevölkerungsdichte im Land. Aber auch damit, dass Handelskonzerne lieber neue Filialen bauen, als alte zu renovieren – bevorzugt auf einem Nachbargrundstück.

Dass aufgrund der positiven wirtschaftlichen Entwicklung auch neue Straßen gebraucht werden, liegt auf der Hand – mit all den Konsequenzen, die die Versiegelung des Bodens mit sich bringt: Überflutungen bei Starkregen, weil das Wasser nicht versickern kann, und mehr Hitze im Hochsommer. Dazu kommt noch, dass derzeit viele Bäume im städtischen Bereich gefällt werden müssen, weil aufgrund morscher Äste Gefahr in Verzug besteht – oder einfach deshalb, weil sie im Weg sind, siehe am Beispiel der Sanierung der Oberwarter Bahnhofstraße.

Die Experten für Raumplanung sollten Konzepte entwickeln, die Raum für beides lassen: Wirtschaftliche Entwicklung und Erhalt der Natur. Damit dem „Urlaubs- und LebensParadies“ Burgenland keine „Verwüstung“ droht.