Ohne Geld spielt keine Musik. Carina Fenz über den Verkauf des Schloss Tabor und die Auswirkungen auf die Stadt Jennersdorf

Von Carina Fenz. Erstellt am 07. August 2019 (03:09)

Vor zwei Wochen hat die BVZ darüber berichtet, dass das Land Burgenland die Absichten hegt, das Schloss Tabor zu kaufen. Seit Donnerstag der Vorwoche steht fest, dass das Land die romantische Kulturstätte über die BELIG um 850.000 Euro erworben hat und in die Kulturbetriebe Burgenland (KBB) eingliedert. Damit ist das Schloss — die Spielstätte von jOPERA — langfristig abgesichert und wird weiterhin ganzjährig bespielt, das Angebot noch ausgebaut.

Der Bezirk Jennersdorf hat damit eine neue Kulturstätte, was die Debatte in der Stadt Jennersdorf wieder entfacht hat. Das im Eigentum der Stadtgemeinde Jennersdorf befindliche und seit knapp einem Jahr baubehördlich gesperrte Kulturzentrum wird damit nicht mehr ins Eigentum des Landes übergehen, auch eine Sanierung ist mittlerweile vom Tisch. Für die Stadt heißt es jetzt wieder einmal in die Hände spucken und Verhandlungsgeschick zu beweisen, um den Bau einer Veranstaltungshalle in Jennersdorf so rasch als möglich auf Schiene zu bringen. Fakt ist aber auch, dass das Land den Bau nur fördert, den Grundstein dafür muss die Stadtgemeinde selbst tragen und die hat vor allem finanziell gesehen, nicht die besten Karten in der Hand.