Politiker sind nur das Sprachrohr. Über mehr Demokratie, die auch mehr Bürgernähe bringt

Von Carina Fenz. Erstellt am 28. August 2019 (04:44)

Jetzt gibt es tatsächlich neue Hoffnung für das Jennersdorfer Kulturzentrum, das seit Oktober 2018 baubehördlich gesperrt ist. Der Gemeinderat hat sich für den Verkauf des stark sanierungsbedürftigen „Schandflecks“ an den Immobilien-Investor und Raffel-Eigentümer Claudio Cocca ausgesprochen, der selbst bei der Sitzung anwesend war und nicht nur die Politiker, sondern auch das Publikum, das ihn mit Beifall lobte, von seinen Plänen überzeugen konnte.

Cocca meinte nämlich: „Jennersdorf kann nur fraktionsübergreifend belebt werden. Es geht nicht mit Blockierern.“ Und eines steht fest, Cocca hat mit seinem Appell konkret das angesprochen, was sich die Jennersdorfer in den letzten Jahren gewünscht haben.

Die Politik in der südlichsten Bezirkshauptstadt war nämlich immer schon eine ganz besondere. Viele Jahre durch die alleinregierende ÖVP geprägt, hat man es in Jennersdorf manchmal verlernt, zusammenzuarbeiten und den Blick auf das Wesentliche, nämlich die Anliegen der Bürger wahrzunehmen, vergessen.

Die aktuelle Parteien-Konstellation im Gemeinderat lässt jetzt aber keine andere Möglichkeit zu und das ist gut so. Denn damit gelingt ein Schritt zu mehr Demokratie, der auch mehr Bürgernähe bringt.