Rückgrat beweist nicht jeder. Über den Rücktritt von Bernhard Hirczy, politische Konsequenzen und Engagement

Von Carina Fenz. Erstellt am 27. Mai 2021 (08:45)

VP-Bezirksparteiobmann und Bundesrat Bernhard Hirczy sorgte mit seinem Rückzug aus der Stadtpolitik für einen Paukenschlag in Jennersdorf, wir hatten aktuell online berichtet:

Seit der verlorenen Bürgermeisterwahl 2017 war er als Stadtrat für die ÖVP tätig.

Geht es nach Hirczy, dann sei der Grund seines Rücktritts das raue und übergriffige politische Klima in der Stadt. In den vergangenen Monaten kam es zwischen Hirczy und der Liste JES immer wieder zu gröberen Meinungsverschiedenheiten. Zuletzt standen auch die Vorwürfe des Amtsmissbrauches und der Korruption im Raum.

Bürgermeister Reinhard Deutsch (JES) forderte seinen Vorgänger auch zuletzt auf, im Gemeinderat Stellung bezüglich eines Grundstück-Tauschvertrags aus dem Jahr 2016 zu beziehen. Diese Erklärung blieb Hirczy dem Gemeinderat — zumindest öffentlich — schuldig. Ein Umstand, der für viele Spekulationen sorgt.

Sollte Hirczy mit seinem Rücktritt selbst politische Konsequenzen gezogen haben, dann hätte er definitiv Rückgrat bewiesen. Ein Umstand, der in der heutigen Politik keine Selbstverständlichkeit mehr ist. Was der Stadt aber jetzt mit Sicherheit fehlen wird, ist das unermüdliche Engagement, denn das hat Hirczy gelebt.