Verständnis für Unverständnis. Über die Osterruhe, die in Grenzregionen noch mehr für Ärger sorgt.

Von Carina Fenz. Erstellt am 08. April 2021 (03:55)

Die aufgrund der hohen Inzidenzzahlen verordnete Osterruhe im Burgenland und in Wien und Niederösterreich sorgt für mächtig Wirbel, vor allem bei regionalen Handelsbetrieben. Auch der Jennersdorfer Baumarkt Niederer ist einer jener Betriebe, dem durch die Osterruhe viel Geschäft entgeht. Die Argumentation der Firmenchefs ist verständlich, denn Kunden müssen aktuell auf den Einkauf im regionalen Markt verzichten, auf das Kaufen jedoch nicht. Der Weg zu den Handelsriesen, die ihr Sortiment in Zeiten der Krise immer mehr erweitert haben, bleibt auch während der Osterruhe nicht versperrt und einmal ganz ehrlich das „Click & Collect-System“ ist doch finanziell betrachtet auch nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Im Bezirk Jennersdorf spielt die Nähe zur Steiermark aktuell eine noch größere Rolle. Denn auch, wenn die Menschen während der Osterruhe zu Hause bleiben sollten, funktioniert das nicht immer so und schon gar nicht wenn die Geschäfte im Nachbarbundesland geöffnet haben. Da kann man die Fahrt zum Lebensmitteleinkauf in die Steiermark auch im Falle einer Polizeikontrolle argumentieren und ganz nebenbei hüpft man in den Baumarkt, weil der darf ja offen haben. Da bleibt einem nur den Kopf zu schütteln.