Schön langsam fünf vor zwölf.

Von Daniel Fenz. Erstellt am 12. Oktober 2016 (08:52)

Ludwig Tuba zog seinen Hut als Trainer bei BVZ Burgenlandligist Oberwart. Für seine weitere Zukunft als Trainer ist das gut so, denn: Mit seinem Rückzug zieht sich Tuba nicht aus der Verantwortung, im Gegenteil.

Er gibt seinem Herzensklub „SVO“ die Möglichkeit auf einen Neustart, der nach dem kapitalen Fehlstart (fünf Punkte aus elf Spielen) dringend nötig ist. Das seine Qualitäten als Trainer mehr als passabel sind, hat er nicht erst einmal bewiesen. Im konkreten Fall hat es halt einfach nicht gepasst.

Immerhin wurde Ludwig Tuba nicht nur – aber auch – auf Wunsch des Sponsors installiert. Ein falscher Weg? Schwebt über einem Verein, vor allem in finanzieller Sicht, das Damoklessschwert, ist das immer leichter gesagt als getan. Dass es jetzt im Hintergrund des SVO brodelt, liegt auf der Hand, Ursachenforschung inbegriffen.

Geld ist natürlich ein notwendiger Faktor im Fußball, um stark zu sein. Allein die Gagen verschlingen einiges. Aber Geld ist nicht allein notwendig, um Erfolg zu haben. Mit Robert Horvath übernimmt nun vorerst ein Mann, dem es ebenso wenig an Herzblut für den SVO fehlt, wie den Spielern und vor allem den Funktionären. Gut so. Noch näher zusammenrücken ist nun schließlich besonders wichtig. Denn schön langsam ist es fünf vor zwölf.