FPÖ will Verkauf nicht zustimmen. FPÖ pocht auf eine Lösung für das gesperrte Gebäude und will einem möglichen Verkauf nicht zustimmen. JES: „Untersagen jeder weiteren Veranstaltung war notwendig.“

Von Carina Fenz. Erstellt am 12. Dezember 2018 (04:06)
zVg
KUZ Jennersdorf

Die Debatte rund um die Sperre des Kulturzentrums geht weiter. Wie die BVZ berichtete, wurde das Gebäude von Bürgermeister Reinhard Deutsch aufgrund von Mängeln im Elektrizitätssystem gesperrt, mehrere Veranstaltungen wurden abgesagt.

Thema entzweit jetzt auch die Ehe zwischen JES und FPÖ

Die FPÖ erinnert in einer Aussendung den Bürgermeister an die Verantwortung gegenüber der Bevölkerung. „Für die Ausübung der Aktivitäten von Schulen, Vereinen, Institutionen und Kulturschaffenden, aber auch einfach zur Unterhaltung der Bürger, gilt es, entsprechende Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen“, pocht Stadtrat Franz Schenk (FPÖ) auf eine rasche Lösung und fordert die Gemeinde auf, Fakten auf den Tisch zu legen.

„Es geht der Bürgermeisterfraktion seit Sommer nur um den Verkauf des Gebäudes. Auch sieht JES scheinbar den Neubau eines Bauhofs um zuletzt genannte 1,55 Millionen Euro als dringendste und notwendigste Investition in Jennersdorf – wichtiger als die Lösung des Problems KUZ“, meint Schenk, der befürchtet, dass mit der Schließung des KUZ das gesamtes Kultur- und Vereinsleben gezwungen ist, auf Turnsäle der Schulen und auf benachbarte Orte und Städte auszuweichen. „Ein schönes Signal der ‚Erneuerung‘, wenn Konzerte der Musikschule Jennersdorf künftig in Fürstenfeld stattfinden und die Feuerwehren ihre Bälle absagen müssen,“ so Schenk.

„Einem Verkauf des KUZ – als Kernstück im Herzen der Bezirkshauptstadt – will die FPÖ nicht zustimmen. Mit uns gibt es keinen Verkauf von Familiensilber, wenn das auch nur irgendwie zu verhindern ist.“ Von Seiten der Bürgerliste JES heißt es dazu: „Für uns stellt es sich mittlerweile so dar, dass alle Veranstaltungen der letzten Jahre ohne Bewilligung durch die BH abgehalten wurden. Zum Glück ist nichts passiert. Was wäre gewesen, wenn beim Sautanz oder schon früher etwas passiert wäre? Dann müssten jetzt die Gerichte entscheiden, wer ‚schuld‘ ist und wer haftet. Das will in Jennersdorf denken wir niemand. Daher war das Untersagen jeder weiteren Veranstaltung, bis eine Bewilligung des KUZ als Veranstaltungsstätte gemäß dem Veranstaltungsgesetz vorliegt, leider notwendig.“