Sanierung würde knapp drei Millionen Euro kosten. Die, laut Kostenschätzung der BELIG erhobene Sanierung des Kulturzentrums, würde bis zu 3,5 Millionen Euro kosten.

Von Carina Fenz. Erstellt am 03. April 2019 (04:19)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Das KUZ Jennersdorf ist mehr als 40 Jahre alt. Jetzt wird über die Zukunft des Gebäudes diskutiert. Auch ein Privatverkauf steht im Raum.
zVg

Der Gemeinderat befasste sich in seiner letzten Sitzung mit dem in die Jahre gekommenen Kulturzentrum (KUZ). Anlassfall war der vorliegende Prüfbericht der BELIG, die das Gebäude in den vergangenen Wochen auf Herz und Nieren überprüft hat.

Das Ergebnis ist für die Stadtgemeinde weniger erfreulich, die Liste der Mängel ist lange. Um das Gebäude für Veranstaltungen mit 450 Personen im großen Saal und 100 Personen in der Disco, durch die Bezirkshauptmannschaft bewilligt zu bekommen, braucht es Investitionen zwischen 2,3 bis 3,5 Millionen Euro.

Die gesamte Technik, Wasser, Heizung, Strom und Lüftung gehört komplett erneuert und alle Fenster und Türen ausgetauscht. Ob es zu einer Renovierung, einem Neubau oder einer anderen Lösung kommen wird, ist vollkommen offen. Die Entscheidung darüber wird nach einer intensiven Phase der Gespräche mit Vereinen, Land und Bürgern letztlich vom Gemeinderat zu fällen sein.

Bundesdenkmalamt könnte sich einschalten

Ebenfalls offen ist nach wie vor, ob sich das Bundesdenkmalamt in die Causa KUZ einschaltet. Teile, wie die Decke oder ein Kunstwerk, das im Gebäude steht, könnten möglicherweise als „schützenswert“ beurteilt werden.

Bis es zu einer Entscheidung über die Zukunft des Jennersdorfer Kulturzentrums kommt, sprach sich die SPÖ für eine finanzielle Beteiligung der Stadtgemeinde an der Gernot Arena aus, „um eine Alternative für Veranstaltungen zu haben“, heißt es von SPÖ-Gemeinderat Peter Mut. Eine finanzielle Beteilung der Stadt schließt die FPÖ aus und will weiters mit lokalen Firmen die Sanierungskosten neu schätzen, „da die BELIG-Schätzung doch etwas sehr hoch angesetzt wird“, heißt es von FPÖ-Stadtrat Franz Schenk.