Franz Kropf: „Kann nicht über Freiwilligkeit reden und Geld nehmen“

Erstellt am 23. Juni 2022 | 04:34
Lesezeit: 3 Min
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Der neue Landesfeuerwehrkommandant Franz Kropf (4.v.l.) mit Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (Mitte) und Landesrat Heinrich Dorner (2.v.l.) sowie den neu gewählten Landesfeuerwehrkommandant-Stellvertretern Harald Josef Nakovich (3.v.r.) und Martin Reidl (2.v.r.) sowie dem scheidenden Landesfeuerwehrkommandant Alois Kögl (4.v.r.) und den scheidenden Stellvertretern Ronald Szankovits (l.) und Richard Bauer (3.v.l.).
Foto: Rosa Nutz
Franz Kropf ist neuer Landesfeuerwehrkommandant. Sein Amt übt er auch in Zukunft ehrenamtlich aus. Bis Jahresende will er zudem Bezirksfeuerwehrkommandant in Jennersdorf bleiben.
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„Ich kann nicht über Freiwilligkeit sprechen und dann Geld dafür nehmen“, sagt der neue Landesfeuerwehrkommandant Franz Kropf aus Jennersdorf, der mit 1. Juli sein Amt als Chef von rund 17.400 Feuerwehrmitgliedern im Burgenland antreten wird und damit Alois Kögl nachfolgt.

Dass er als Landesfeuerwehrkommandant im Burgenland auf einen Posten als Geschäftsstellenleiter und somit ein Einkommen verzichtet und seine neue Funktion als Ehrenamtlicher ausübt, war ihm von Beginn an ein großes Anliegen. Mit dem kürzlich präsentierten Michael Hauser hat der Feuerwehrverband seit wenigen Wochen auch einen neuen Geschäftsstellenleiter.

Das Wahlergebnis zum obersten Feuerwehrchef war für den 53-jährigen Jennersdorfer „Gut, auch, wenn die Wahlbeteiligung von 70 Prozent vielleicht nicht ganz so hoch, wie erhofft war“, erklärt Kropf, der 215 der 246 gültigen Stimmen erhalten hat (87,4 Prozent).

Zum 1. Stellvertreter wurde aus dem Wahlkreis Nord Harald Josef Nakovich aus Oslip mit 61 Stimmen gekürt, in der Wahl zum 2. Stellvertreter setzte sich aus dem Wahlkreis Süd Martin Reidl mit 137 Stimmen gegen Christian Schwartz (40 Stimmen) durch. Das Trio hat, so Kropf, auch bereits die Arbeit aufgenommen. Das Gemeinsame ist es, das Kropf, auch zukünftig in seiner Funktion leben möchte.

„Feuerwehr heißt für mich, dass man die Uhr nicht genau kennt und zu jeder Zeit das tut, was nicht jeder tun würde und mit mehr als 17.000 Gleichgesinnten im Boot ist der Weg für eine erfolgreiche Feuerwehrzukunft im Burgenland geebnet“, meint Kropf, auch, wenn man durch die Coronakrise das Tempo etwas verloren habe. Das gilt es jetzt vor allem bei der Modifizierung des Ausbildungssystems und der Anpassung der Ausrüstung, so der Neo-Landesfeuerwehrkommandant, der auch zum Mut zur Weiterentwicklung des Feuerwehrwesens aufruft, aufzuholen. Seine Aufgabe als Bezirksfeuerwehrkommandant will Franz Kropf noch bis Jahresende behalten. „Aktuell gibt es schon Gespräche über die Nachfolge. Das Interesse ist groß“, so Kropf.

Ein großes Dankeschön sprach auch der scheidende Landesfeuerwehrkommandant Alois Kögl an seine Feuerwehr-Kameraden aus: „Ich wollte zwar nie Landesfeuerwehrkommandant werden. Mir ist die Funktion in den Schoß gefallen. Es waren spannende, lehrreiche Zeiten. Ich möchte keinen Tag missen, ein großes Dankeschön, dass ich mit vielen Kollegen diesen Weg gehen durfte.“

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