SPÖ Neuhaus: „Maulwurf“ in Gemeinde vermutet

Die ÖVP kritisierte zuletzt nicht eingehobene Lieferscheine durch die Gemeinde, die SPÖ möchte wissen woher Infos stammen.

Erstellt am 08. Juli 2021 | 06:01
SPÖ: „Maulwurf“ in Gemeinde vermutet
v.l.n.r.: Gemeindevorstand Eduard Meitz ist verärgert über die Vorgehensweise der Volkspartei. /
Prüfungsausschussobfrau Michaela Köldorfer will Klarheit über die Lieferscheine.
 
Foto: BVZ.at/Gemeinde

Bei der vergangenen Gemeinderatssitzung kamen zwei verschwundene Lieferscheine zur Sprache. Konkret geht es um die beiden Scheine mit der Nummer 24 und 25, die jeweils mit Bauschuttentsorgung zu tun haben.

Nummerierung der Scheine erst eingeführt

Handyfotos dieser Lieferscheine hat ÖVP-Gemeinderätin und Prüfungsausschussobfrau Michaela Köldorfer bekommen: „Mittlerweile sind die Kopien aufgetaucht, die Originale sind aber verschwunden. Es handelt sich um zwei Lieferscheine aus dem August des vergangenen Jahres.“

Aus Sicherheitsgründen seien diese Scheine kopiert worden. „Wir haben erst eingeführt, dass Lieferscheine nummeriert werden. Das müsste so vor eineinhalb Jahren gewesen sein, wir wollten sichergehen, dass alles verrechnet wird, was von der Gemeinde geleistet wird“, so Köldorfer. Diese Kopien seien in der Sitzung zuvor ausgeteilt worden.

Für SPÖ-Gemeindevorstand und Bauhofleiter Eduard Meitz ist nicht erklärbar, woher Köldorfer die Handyfotos bekommen haben soll: „Das ist das große Rätsel. Sie hat von irgendwem Handyfotos bekommen.“
Es ginge laut Meitz um rund 300 Euro an nicht verrechneter Leistung. „Wir können ohne die Lieferscheine nicht verrechnen, aber ich schreibe jetzt neue Scheine. “, so Meitz. Die angesprochene Summe von 300 Euro sei laut Köldorfer „Schwachsinn“, es gehe um rund 770 Euro.


„Den Maulwurf gibt es sicher beim Bauhof“

Für den Gemeindevorstand der SPÖ ist klar, dass jemand aus dem Bauhof oder dem Gemeindeamt Informationen steckt: „Den Maulwurf beim Bauhof gibt es sicher.“ Sauer stoße ihm auch auf, wie mit Bürgermeister Reinhard Jud-Mund (SPÖ) umgegangen wird: „Das sind Boshaftigkeiten gegenüber dem Bürgermeister. Ich kenne keinen Menschen, der so gutmütig ist, wie er - und genau auf so einen geht man immer los.“


Bürgermeister sichert die Verrechnung zu

Bürgermeister Reinhard Jud-Mund dazu: „Wenn die Scheine nicht auf den Tisch gekommen sind, müssen sie verschwunden sein. Wir schreiben die Lieferscheine jetzt aber neu und dann wird das verrechnet. Es geht ‚nur‘ um ein paar Hundert Euro.“ Bisher seien laut Ortschefs nur Kopien aufgetaucht.