Arztsuche im Bezirk Jennersdorf geht weiter

Erstellt am 01. Dezember 2022 | 04:19
Lesezeit: 2 Min
arzt symbolbild
Foto: mrmohock/shutterstock.com
Allgemeinmediziner Wolfgang Gangl ist im 52. Lebensjahr verstorben. Damit wird in der Stadt weiter nach Medizinern für eine Kassenstelle für Allgemeinmedizin gesucht.
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Nach dem tragischen Tod von Allgemeinmediziner Wolfgang Gangl, der am vergangenen Freitag im 52. Lebensjahr verstorben ist, hat sich auch wieder die Diskussion um die ärztliche Unterversorgung in der Stadt verschärft. Wie die BVZ berichtete, wurde erst in der Vorwoche mit Rosa Rogenhofer eine neue Allgemeinmedizinerin präsentiert, die mit Anfang April ihre Kassen-Ordination im Gesundheitszentrum eröffnet.

Mit Gerhard Hirschlehner hat die Stadt mit etwas mehr als 4.100 Einwohnerinnen und Einwohnern bis dahin nur mehr einen Allgemeinmediziner mit Kassenvertrag. Für Hirschlehner traurig, dass „aufgrund der erschütternden Umstände diese Diskussion wieder an Aktualität gewinnt.“ Seine tägliche Arbeit, so Hirschlehner, zeige, dass es ein unterdurchschnittliches Patientenaufkommen in der Stadt gebe. Damit erteilt der Mediziner dem Vorhaben der burgenländischen Ärztekammer, die vakante Stelle von Gangl in Kürze neu auszuschreiben, bereits davor eine Absage.

Seitens der Ärztekammer will man die dritte Kassenstelle nämlich so schnell als möglich neu ausschreiben. Eine weitere Variante wäre auch, die Ordination von Dr. Gangl über einen längeren Zeitraum mittels einer Vertretungslösung weiterzuführen, dafür bräuchte es, so Kammerdirektor Thomas Bauer, aber die Zustimmung der Erben.

Für eine rasche Neuausschreibung der vakant gewordenen Kassenstelle spricht man sich seitens der Stadtgemeinde aus. „Wir wollen in der kommenden Woche bei einem Treffen mit unserer Expertenrunde die Situation beurteilen und mögliche Lösungen erarbeiten“, erklärt Bürgermeister Reinhard Deutsch.

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