Fünfte Gemeinde im Bezirk verzichtet auf Glyphosat. Minihof Liebau hat als fünfte Gemeinde im Bezirk Jennersdorf einen Verzicht des Unkrautvernichters Glyphosat beschlossen.

Von Carina Fenz. Erstellt am 14. Februar 2018 (05:20)
APA (dpa)
Höchst umstrittenes Herbizid Glyphosat

Nach den Gemeinden Jennersdorf, Neuhaus am Klausenbach, St. Martin an der Raab und Eltendorf verzichtet jetzt auch die Gemeinde Minihof Liebau auf den Einsatz des Unkrautvernichters Glyphosat.

Der Beschluss fiel einstimmig im Gemeinderat. „Bei den Hausbesuchen im Vorfeld der Bürgermeisterwahlen wurde ich von Bürgern sehr oft auf das Thema Glyphosat angesprochen. Daraus hat sich der Wunsch ergeben, dass die meisten Bürger den Einsatz des Unkrautvernichters als negativ betrachten“, erklärt Bürgermeister Helmut Sampt.

Viele Bauern halten ihre Felder mit Glyphosat frei von Unkraut und stehen dafür seit Jahren massiv in der Kritik. Spätestens seit die Internationale Agentur für Krebsforschung Glyphosat 2015 als „wahrscheinlich für den Menschen krebserzeugend“ eingestuft hat, werden die Diskussionen darum schärfer. Ein generelles Verbot auf EU-Ebene ist gescheitert. Dass Glyphosat weiter zugelassen ist, heißt aber nicht, dass es auch überall eingesetzt wird. So haben Städte und Gemeinden dabei freie Hand.

Essigessenz als Ersatz für Glyphosat

„Wir wollen jetzt mit natürlichen Unkrautvernichtern arbeiten, das schont die Umwelt und ist auch besser für die Gesundheit der Menschen. Angeblich hat der Einsatz von Essigessenz zur Unkrautbekämpfung eine ähnlich starke Wirkung“, sagt Bürgermeister Sampt.