Minihof-Liebau

Erstellt am 12. September 2018, 04:33

von Carina Fenz

Straßenlärm: Anrainer fordern Maßnahmen. Oberflächensanierung der B 57 sorgt für mehr Verkehrslärm. Land will nach Lärmschutzmessung eine Lösung finden.

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Das Problem entlang der B58 ist für Anrainer kein Unbekanntes. Als wichtige Verbindungsstraße zwischen Jennersdorf und der Staatsgrenze zu Slowenien ist die Route vor allem für den Transitverkehr eine wichtige Verbindung.

Nach einer Oberflächensanierung Ende des vergangenen Jahres hat sich der Zorn der Anrainer noch mehr verstärkt. Unzählige Beschwerden gingen seither bei der zuständigen Abteilung des Landes ein. „Wir fühlen uns im Stich gelassen. Der Lärmpegel ist durch die mangelhaft sanierte Straße noch mehr gestiegen. Die Oberflächensanierung hat keine Besserung gebracht, im Gegenteil. Es donnern immer mehr Lkws über die Fahrbahn, die es unmöglich machen, ruhige Stunden in seinem Zuhause zu verbringen“, erklärt ein betroffener Anrainer im Gespräch mit der BVZ, der gemeinsam mit anderen betroffenen Anrainern eine Lärmschutzmessung fordert.

Ortschef spricht von einer „Billiglösung“

Auch Bürgermeister Helmut Sampt weiß um die Probleme bescheid und spricht von einer „Billiglösung“, die das Land, im Zuge der Oberflächensanierung durchgeführt hat.

Im Land will man sich die Vorwürfe „untätig“ zu sein nicht gefallen lassen und kontert mit Fakten. „Wir haben bereits Lärmschutzmaßnahmen angeboten, diese wurden aber abgelehnt“, kontert Markus Tuma, Leiter von Bau- und Betriebsdienstleistungszentrum Süd. Ein weiteres Problem: „Die Straße ist nicht hoch genug frequentiert für die Aufnahme in den Lärmkataster. Da müssten mindestens zehn Millionen Fahrzeuge pro Jahr gemessen werden und den Wert erreichen wir nicht“, erklärt Tuma. Dann wären Maßnahmen leichter umzusetzen.

Trotzdem will man sich jetzt, um die Anliegen der lärmgeplagten Anrainer neuerlich annehmen und eine gemeinsame Lösung suchen, um den Verkehrslärm erträglicher zu machen. „Der Straßenzustand hat eine komplette Sanierung im Vorjahr nicht verlangt. Wir werden uns bemühen Lärmmessungen durchzuführen und dann weitersehen, welche konkreten Maßnahmen wir setzen können“, kündigt Tuma an.