Zehn Jahre im Back-Fieber

Erstellt am 20. März 2022 | 05:31
Lesezeit: 3 Min
Der aus Tauka stammende Kevin Buch bäckt, blogged und hat seine eigene Rezeptsammlung veröffentlicht.
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Vor knapp zehn Jahren hat Kevin Buch die Leidenschaft fürs Backen entdeckt. Ein Jahr zuvor begann er sein Jus-Studium, zusätzlich suchte er ein Hobby als Ausgleich: „Kochen ist ja ein notweniges Übel, wenn man etwas zum Essen will. Ich hab dann einfach Sachen von der Oma ausprobiert und mir ein Grundverständnis für das Backen aneignen wollen.“

Über Youtube-Videos und US-Blogger vertiefte er sich autodidaktisch in der Materie - mit Erfolg! Mittlerweile als Art-Director in Graz arbeitend, hat sich noch niemand am Arbeitsplatz beschwert, wenn Kevin seine Kreationen mitbringt: „Den Leuten hat es immer geschmeckt.“ Anstatt die vielen Nachfragen nach seinen Rezepten einzeln zu beantworten, fasste der aus Tauka stammende Hobby-Bäcker die Idee einen Blog zu starten. „Law of Baking“ (Deutsch: „Gesetz des Backens“), heißt dieser, noch angelehnt an sein Jus-Studium. Und dieser wurde innerhalb kürzester Zeit extrem erfolgreich.

So erfolgreich, dass er 2017 mit dem „Austrian Food Blog Award“ ausgezeichnet wurde. Schon ein Jahr zuvor war er in den Top-5 vertreten. „Ich hab das bei der Verleihung gar nicht realisiert“, so Buch.

Mittlerweile haben sich auch Kooperationen mit zum Beispiel „Salzburg Milch“ ergeben. Burgenländische Sponsoren seien auf den mittlerweile in Graz wohnenden Bäcker noch nicht zugegangen. Die meisten Leute werden übrigens über das soziale Netzwerk „Pinterest“ auf ihn aufmerksam, wo er auf einer virtuellen Pinnwand seine Rezepte mit Fotos und Anleitung zur Verfügung stellt. Manche Rezepte erscheinen dort bis zu 100.000 Mal im Monat auf den Handydisplays der Nutzer.

520 Blogbeiträge und 128 Buchseiten Rezepte

Mittlerweile hat Kevin Buch bereits 520 Einträge auf seinem Blog, 2016 schrieb er sogar sein eigenes Rezeptbuch. „Kevin Buch schreibt ein Buch“, die Anspielung auf seinen Namen hat der dabei nicht zum ersten Mal gehört. Auf 128 Seiten finden sich auch hier Rezepte in gedruckter Form. Die Texte und Bilder kreierte er dafür selbst, das Layout und der Druck wurden vom Verlag übernommen. Mit seinem Erstlingswerk wurde er sogar extra auf die Frankfurter Buchmesse eingeflogen.

Den Schritt in die Hauptberuflichkeit hat er kurz überlegt, dann aber doch verworfen: „Ich habe mir dann gedacht, was passiert, wenn ich die Freude daran verliere? Ich habe es deshalb als Hobby belassen.“

Sein All-Time-Lieblingsrezept? „Buchteln. Die sind schnell gemacht, schauen immer gut aus und schmecken saugeil. Zur Not kann man sie auch ein paar Tage später aufwärmen und sie schmecken wieder frisch.“

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