Negativer Asylbescheid: „Er ist ein super Freund“. Der Fußballverein UFC Mogersdorf kämpft zurzeit um einen seiner Spieler. Elias Zafari, der 2016 die Flucht aus Afghanistan antrat, droht nun die Abschiebung.

Von David Marousek. Erstellt am 22. Dezember 2019 (11:54)
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Es sind bittere Zeiten für den UFC Mogersdorf. Spieler Elias Zafari, der zuletzt auch in der Kampfmannschaft Fuß fasste, muss vielleicht aufgrund eines negativen Asylbescheids das Land verlassen. „Theoretisch können sie ihn jede Nacht holen kommen und nach Afghanistan zurückbringen“, erklärt Betreuerin Silvia Dolmanits.

Das wäre für Elias insofern problematisch, da er seit November 2018 um die Taufe ansuchte und ein Jahr später in Mogersdorf seine Taufe, die Erstkommunion, sowie seine Firmung feiern konnte. Als Christ wäre er dort laut Dolmanits einer ständigen Gefahr ausgesetzt. Der Verein möchte jetzt verhindern, dass es so weit kommt.

Vor allem, weil Elias Zafari laut Spielern und Funktionären bestens integriert ist und auch Deutsch spricht. Er sei vollständig in der Mannschaft aufgenommen und gilt als sehr hilfsbereit. „Er ist bei jedem Training da und auch ein super Freund von uns“, erklärte Mogersdorf-Spieler Patrick Lex. Auch Kapitän Patrick Schreiner spricht sich für ein Bleiberecht von Elias aus: „Er hat sicher die höchste Trainingsbeteiligung von uns allen.“ Auch Ex-Trainer Manfred Deutsch unterstützt das Vorhaben des Vereins.

Elias Zafari kam im Februar 2016 mit einer Gruppe von 30 Asylwerbern nach Mogersdorf. Sein Weg führte ihn dabei von Afghanistan, über die Türkei nach Griechenland und von dort nach Österreich.