Ortschef mit 20 Jahren. Fabio Halb folgt Reinhard Knaus nach und kann in Mühlgraben (Bezirk Jennersdorf) Österreichs jüngster Ortschef werden.

Von Carina Fenz. Erstellt am 10. Mai 2017 (06:00)
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Landesgeschäftsführer Christian Dax, Ursula Prem, Bürgermeisterkandidat Fabio Halb, Yvonne Halb und Bürgermeister Reinhard Knaus.
BVZ

Wochenlang hat sich Mühlgrabens Bürgermeister Reinhard Knaus nicht in die Karten blicken lassen. Tritt der Langzeitbürgermeister noch einmal zur Wahl an oder nicht?

Seit vergangenem Freitag steht es fest: „Ich werde mich nach Ablauf meiner Periode als Bürgermeister zurückziehen“, sagt Knaus, der auch nicht mehr für den Gemeinderat kandidieren möchte. Mit Fabio Halb steht auch ein Nachfolger fest. Wird dieser im Herbst zum Bürgermeister gewählt, dann wäre der 20-jährige auf jeden Fall Österreichs jüngster Bürgermeister. Trotz seines jungen Alters steht Fabio Halb mitten im Leben und will vor allem auf Zusammengehörigkeit setzen.

Frei nach dem Motto von Henry Ford: „Zusammenkunft ist ein Anfang. Zusammenhalt ist ein Fortschritt. Zusammenarbeit ist der Erfolg“, will der Bankangestellte in Mühlgraben viel in Bewegung setzen. „Mein Ziel ist es, die Mühlgrabner dazu zu bewegen, nicht abzuwandern und sich wieder mehr ins gesellschaftliche Leben zu integrieren. In meine Aufgabe gehe ich ohne Vorurteile, nehme mir viel Zeit zuzuhören, denn nur dann kann man aktiv für die Gemeinde arbeiten“, sagt Halb.

Seinem Nachfolger wünscht Knaus viel Ausdauer. „Man muss mit vollem Engagement dabei sein und vor allem auf die interkommunale Zusammenarbeit setzen, wenn man etwas erreichen will“, so Knaus. ÖVP und FPÖ haben noch keinen Kandidaten für die Wahl bekannt gegeben. Für den Gemeinderat sind elf Mandate zu vergeben.