Umbau wurde fixiert: Arztpraxis im Altenheim Neuhaus. Bei der Gemeinderatssitzung am vergangenen Dienstag, wurden die Umbauarbeiten im Mutter-Teresa-Haus Neuhaus fixiert.

Von David Marousek. Erstellt am 01. Juli 2021 (09:36)
Schwere Vorwürfe gegen Arzt aus dem Salzkammergut
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APA (Symbolbild)

NEUHAUS Aus drei Wohnungen wird eine Ordination, das ist seit Dienstag beschlossene Sache in Neuhaus. „Wir hatten ein Treffen mit der OSG und die Varianten noch einmal durchbesprochen. Wir werden hinten aber Parkplätze brauchen, da gibt es aktuell nur sechs. 14 sollten ausreichend sein“, erklärte Bürgermeister Reinhard Jud-Mund (SPÖ).

Wohnbauförderung läuft noch sechs Jahre lang

Mit Steuer würden rund 241.000 Euro an Kosten für die Umbauarbeiten für das Mietobjekt anfallen. Ein Kauf wäre aufgrund der noch laufenden Wohnbauförderung erst im Jahr 2027 möglich. „Erst dort läuft die Förderung aus. Das Gebäude wurde 2017 errichtet, nach zehn Jahren können wir die Wohnungen kaufen“, erklärte Jud-Mund. „Die OSG übernimmt die Kosten für den Umbau? Und das Darlehen dafür läuft dann für 40 Jahre?“, fragte Gemeinderätin Michaela Köldorfer (ÖVP). Amtsleiter Hans Josef Lendl bestätigte: „Die OSG nimmt für uns das Darlehen auf.“ In monatlichen Raten von 2.080 Euro Brutto soll eben dieses Darlehen dann zurückgezahlt werden. „Aktuell zahlen wir für die leeren Räume auch rund 1.600 Euro“, ergänzte der Bürgermeister.

Kosten bei einem Kauf sind noch unklar

Wie viel ein Kauf der Ordination die Gemeinde dann schlussendlich kosten werde, stand noch nicht fest. Doch die Zeit drängte für den Gemeinderat, immerhin soll der neue Arzt Paul Fink bereits ab Oktober in Neuhaus ordinieren.„Wir sind einfach mit dem Rücken zur Wand. Wir haben einen Arzt, aber keine Praxis. Alle hier kennen die bestehende Ordination“, erklärte Vizebürgermeisterin Monika Pock (ÖVP). „Es gibt sonst eh keine Alternative“, stimmte Jud-Mund zu. Auch Eduard Meitz (SPÖ) hätte gerne den Preis für einen Objektkauf gewusst: „Wir brauchen da eine Zahl, was uns der Kauf 2027 kosten würde.“

Sichtlich zähneknirschend stimmte der Gemeinderat dem Beschluss zum Umbau aber einstimmig zu. Bis Oktober würde es aber auf jeden Fall knapp werden mit einer Fertigstellung. „Das wird sehr schwierig. Zur Not muss er vorerst in die alte Ordination“, erklärte der Bürgermeister.