Naturschutz steht dieses Jahr im Fokus. Im heurigen Jahr sollen Naturschutzhabitate erhoben werden, um Flächen besser zu schützen. Die Finanzierung könnte über Anteilsscheine erfolgen.

Von Carina Fenz. Erstellt am 10. April 2019 (04:33)
Naturpark Raab

Schön langsam erwacht der Naturpark Raab aus seinem Winterschlaf. Vom 26. April bis 1. Mai feiert der Naturpark mit den Pannonischen Naturerlebnistagen dann auch für die Besucher seinen offiziellen Saisonstart (mehr Infos unter www.naturparkraab.at).

Erstmals werden heuer, „auch aufgrund der großen Nachfrage“, wie Obmann Karl Kahr erwähnt, zweitägige Kanutouren mit Übernachtung in Ungarn geplant. Auch in Sachen Themenwege soll es neue Ideen für Umsetzungen geben, „da sind wir derzeit in der Ausarbeitung“, so Kahr.

Genusswandern- und Radfahren wird auch heuer wieder ein ganz großes Thema sein und erstmals spielt auch gesundes Wandern eine große Rolle. „Hier werden wir mit Gesundheitsexperten Wanderungen unternehmen. Es geht darum, sich bewusst in der Natur zu bewegen und bewusst zu atmen“, erklärt Kahr. Neu im Programm ist auch die Wanderung „Der Reblaus auf der Spur“, die mit einem Gottesdienst verbunden wird.

Naturschutzhabitate sollen erhoben werden

Ein besonderer Fokus wird heuer auf den Naturschutz im Naturpark Raab gerichtet. In Kooperation mit dem Land, dem Naturschutz Burgenland und den Gemeinden sollen schützenswerte Naurschutzhabitate in den Gemeinden erhoben werden. „Das kann Trockenrasen sein, in dem sich Eidechsen sonnen oder Hecken, in denen Palmkätzchen als erste Nahrung für die Bienen wachsen oder es können auch Streuobstwiesen sein, die verkommen sind und revitalisiert werden. Wichtig wird es auch sein, schützenswerte Biotope entlang der Raab und Lafnitz zu renaturieren“, erklärt Kahr das Projekt.

Sobald die Flächen erhoben sind, kann abgestimmt werden, wie man die Flächen langfristig erhalten und sie in Zukunft gepflegt werden. Besagte Flächen können sowohl im Gemeindeeigentum als auch privat sein, „daher wird es einige Diskussionen geben“, ist Kahr überzeugt.

Die Finanzierung des Projekts steht noch nicht, aber „ich könnte mir vorstellen, dass wir mittels Anteilsscheinen die Bevölkerung einbinden“, eine Vision von Kahr, der sich bewusst ist, dass es mit der Umsetzung des Projekts noch einige Zeit dauern kann. „Die Bevölkerung hat großes Interesse an Naturschutz, darum wollen wir dieses Projekt unbedingt heuer starten. Wir sind uns aber auch bewusst, dass sichtbare Ergebnisse noch zwei Jahre oder mehr dauern können“, meint Kahr.