Burgruine Neuhaus: Was schlummert noch in der Erde?

Erstellt am 28. April 2022 | 05:22
Lesezeit: 2 Min
Die Erduntersuchungen waren ein voller Erfolg, denn die Grundmauern der verfallenen Burgruine Neuhaus wurden gefunden. Initiator Martin Wolf erklärt, wie es nun mit der Burgruine weitergehen soll.
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Initiator Martin Wolf strahlt, wenn man ihn nach den ersten Ergebnissen seiner beauftragten Vermessung der Burgruine Neuhaus am Klausenbach befragt: „Die Burgruine ist so groß, wie ich sie vermutet habe. Im Endeffekt hat die Burg eine Seitenausdehnung von bis zu 300 Metern. Sie geht bis zum evangelischen Friedhof. Das war früher alles einmal das Burgareal.“

Jetzt laufen die Überlegungen, ob nicht sogar Ausgrabungen gemacht werden, um das mittelalterliche Mauerwerk freizulegen. „Das wäre alles auf Gemeindegrundstücken. Wenn die Blätter nicht mehr auf den Bäumen sind, werden wir auch die Burgruine selbst noch einmal vermessen“, erklärt Wolf.

Für ihn gab es neben der freudigen Bestätigung auch noch einen finanziellen Erfolg, denn die von ihm aufgewendeten 9.000 Euro werden wohl zu je einem Drittel von Bund, Land und - vorausgesetzt der Gemeinderat stimmt zu - der Gemeinde getragen.

„In den nächsten Tagen bekomme ich die Grafiken dazu. Der Wehrturm war auch noch außerhalb des Friedhofes, da könnten wir das Mauerfundament finden“, so der Neuhauser.

Ein Projekt schwebt Wolf ebenfalls vor: die Vermessung der evangelischen und katholischen Kirche. „Wir wissen nicht, ob da nicht Gräber darunter sind. Ich vermute ein Familiengrab“, erklärt Wolf. Womöglich sogar das der 1640 verstorbenen Hausherrin Eva Batthyány.

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