Monika Pock dreht Neuhaus wieder retour

Erstellt am 07. Oktober 2022 | 04:40
Lesezeit: 3 Min
Reinhard Jud-Mund (SPÖ) konnte seinen Sensationssieg in der südlichsten Gemeinde des Landes nicht wiederholen. Die SPÖ ist den Bürgermeistersessel los. Neu im Amt: Vizebürgermeisterin Monika Pock, die für die ÖVP die Gemeinde drehte und jetzt die zweite Bürgermeisterin im Bezirk Jennersdorf ist.
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Fünf Jahre hat Reinhard Jud-Mund (SPÖ) ohne Mehrheit die südlichste Gemeinde des Landes regiert. Sein Sieg 2017 war damals die Sensation. Das tiefschwarze Neuhaus hatte einen neuen Bürgermeister, bis Sonntag. Mit erheblichen Verlusten von fast 9 Prozent wurde Jud-Mund abgestraft und muss seinen Chefsessel räumen. Monika Pock, bisher Vizebürgermeisterin, wird in Zukunft den Vorsitz in der Gemeinde übernehmen.

Monika Pock (ÖVP) erreicht bei der Bürgermeisterwahl 52,44 Prozent und ist somit die zweite Bürgermeisterin im Bezirk Jennersdorf. „Ich bin erfreut und erleichtert. Natürlich habe ich damit gerechnet, Ziel war es, Bürgermeisterin zu werden. Mit 52,44 Prozent habe ich nicht gerechnet“, gibt sich Monika Pock selbstbewusst.

Auf der SPÖ-Seite ist man allerdings enttäuscht über das Ergebnis der Bürgermeisterwahlen. Reinhard Jud-Mund erreicht insgesamt 43 Prozent. Zu wenig, um den Chefsessel in SPÖ-Hand zu behalten. „Es hat nicht sein sollen. Ich bin schon enttäuscht. Wir haben immer viel für Neuhaus umgesetzt, ich kann mir nichts vorwerfen. Der Wähler hat aber immer recht“, so Reinhard Jud-Mund. Ob dieser das Amt des Vizebürgermeisters annehmen will, weiß er bis dato noch nicht. „Wenn man bei einer Wahl antritt, muss man damit rechnen, dass man verliert“, so Reinhard Jud-Mund. Die Mandate der SPÖ konnten wie die der ÖVP gehalten werden.

In den letzten Wochen vor der Wahl war die Diskussion um den Neubau des Feuerwehrhauses entbrannt. Für viele ausschlaggebend für den Ausgang der Bürgermeister- und Gemeinderatswahlen. Die ÖVP war grundsätzlich nicht gegen den Bau, wie Pock betonte, sie war aber nicht damit einverstanden, dass man der PEB den Zuschlag einfach so überlassen wollte. Die Aufarbeitung der Causa soll jetzt auch der erste Akt der neuen Ortschefin sein. „Wir wollen jetzt ganz von vorne damit beginnen und andere Alternativen finden, um den Bau günstiger zu machen“, so Monika Pock.

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