Dietmar Kerschbaum: „Es war mir eine Ehre“

Dietmar Kerschbaum konzentriert sich jetzt aktuell wieder auf das Brucknerhaus in Linz und seine persönliche Gesangskarriere.

David  Marousek
David Marousek Erstellt am 24. Dezember 2020 | 05:44
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18 Jahre lang war Schloss Tabor, zumindest zum Teil, die berufliche Heimat von Dietmar Kerschbaum. Nun ist vorerst Schluss damit.
Foto: C. Fenz

In der vergangenen Woche wurde Alfons Haider als neuer Generalintendant für die Seefestspiele Mörbisch und den Festivalsommer auf Schloss Tabor vorgestellt (mehr dazu auf Seite 32).

Abschied nach über 18 Jahren auf Schloss Tabor

Das bedeutet gleichzeitig auch das Aus für den bisherigen jOPERA-Intendanten Dietmar Kerschbaum. „Ich bin nicht mehr in Jennersdorf. Die Zusammenlegung der Kulturholdings Mörbisch und Jennersdorf ist eine Funktion, die gewollterweise vom Landeshauptmann zentralisiert worden ist. Da gibt es keine Schnittmenge“, erklärte der Grieselsteiner.

 „Ich war immer schon ein Freigeist und arbeite gerne da, wo ich verstanden werde.“ Dietmar Kerschbaum, ehemaliger Intendant von JOPERA auf Schloss Tabor

 Seit 18 Jahren war der Sänger auf Schloss Tabor aktiv. „Ich habe ein wunderschönes Festival aufgebaut in den 18 Jahren.“ Sein Hauptschwerpunkt aktuell wieder die Intendanz am Linzer Brucknerhaus, wohnhaft bleibe er jedoch in Grieselstein. „Ich war immer schon ein Freigeist und arbeite gerne da, wo ich verstanden werde“ erklärte Kerschbaum.

Liebe zum Gesang flammt wieder auf

Auch seine eigene Gesangskarriere will Dietmar Kerschbaum wieder stärker verfolgen. „Ich werde nach Linz schauen, ob ich dort meine gesangliche Karriere wieder neu definieren möchte. Diese musste ja durch meinen Beruf pausieren. Wir werden schauen, wie es weiter geht“, fasste Kerschbaum zusammen. Auch in Zeiten von Corona sei es möglich, in der Kultur etwas zu bewegen: „Es gibt viele Möglichkeiten in der Kultur, gerade während Corona, zu helfen. Kultur gibt den Menschen Hoffnung.“ Für seine Nachfolge erhofft sich Dietmar Kerschbaum nun folgendes: „Ich wünsche allen Akteuren in dieser Zeit ganz viel Kraft. Ich hoffe, dass unsere Ideologie, die wir auf Schloss Tabor aufgebaut haben, weiter erhalten bleibt. Es war mir eine Ehre.“