Zwei Ärzte-Nachfolger im Süden gesucht

In Neuhaus und Heiligenkreuz werden aktuell Allgemeinmediziner gesucht. Die dritte Stelle in Jennersdorf liegt „auf Eis“.

David  Marousek
David Marousek Erstellt am 18. März 2021 | 05:15
Arzt Doktor Mediziner Symbolbild
Foto: Symbolbild

Für die Praxen von den Allgemeinmedizinern Karl Schäfer (Neuhaus am Klausenbach) und Konrad Steiner (Heiligenkreuz im Lafnitztal) werden im Rahmen einer Übergabepraxis Nachfolger gesucht. Während Steiner erst Ende des Jahres in die Pension übergehen will, ist bei Karl Schäfer Ende September als Stichtag geplant.

Die jeweiligen Kassenvertragsstellen wurden von der Ärztekammer Burgenland bereits ausgeschrieben. Ob es bereits Interessenten gibt, ist noch nicht klar. Kammeramtsdirektor Thomas Bauer verweist auf Nachfrage auf die andauernde Ausschreibung: „Aktuell kann ich noch nichts dazu sagen.“

Die dritte Allgemeinmediziner-Stelle in Jennersdorf wird laut Direktor vorerst nicht nachbesetzt. „Wenn es einen konkreten Bewerber oder eine Bewerberin gibt, dann schauen wir weiter. Aktuell liegt die Stelle auf Eis“, erklärt Bauer. Es sei aktuell sehr schwierig Allgemeinmediziner für Peripheriegebiete zu finden. Es ist also kein rein südburgenländisches Problem.

Laut Bauer wird sich das aktuell auch vorerst nicht bessern: „Wir kommen jetzt in die Jahrgänge, wo viele Ärzte in Pension gehen werden. Früher haben wir nur zwei bis drei Stellen ausgeschrieben, jetzt sind es manchmal bis zu 50.“ Wobei hier Mehrfachausschreibungen dazugezählt werden.

Auch das bereits eingeführte Anstellungsverhältnis zwischen Ärzten habe noch keine Besserung gebracht. „Die Anstellung von Arzt bei Arzt gibt es schon, aber das wird selten genutzt“, führt Bauer aus. Aktuell gäbe es nur drei oder vier „Arztangestellte“ im Burgenland. Die hohen Kosten beziehungsweise Weiterzahlungen bei Krankheit oder Schwangerschaft, würden hier ein finanzielles Risiko bringen.

Sehr gut funktioniere jedoch die Übergabe in Deutsch Kaltenbrunn: „Da hatten wir Glück, das funktioniert dort absolut friktionsfrei.“ Für Bauer sei das System „Übergabepraxis“ ideal: „Der junge Arzt wird langsam herangeführt und der ältere Arzt kann praktisch in Altersteilzeit gehen.“ Aktuell würden die Ausschreibungen ungefähr zur Hälfte auf Übergangspraxen basieren, der Rest als komplett neue Ordinationen.