Schule sagt sich los

Ab dem kommenden Schuljahr will die Mittelschule Neuhaus am Klausenbach wieder selbstständig agieren.

Erstellt am 13. Mai 2021 | 06:18

2017 schloss sich die Mittelschule Neuhaus als sogenannte Expositur der Schule in Jennersdorf an, allerdings nicht ganz freiwillig. Somit konnte man damals aber zumindest den Schulerhalt sichern (siehe Infobox). Jetzt will sich Neuhaus wieder selbstständig machen. Bildungsdirektor Heinz Zitz bestätigt das Vorhaben: „Ja das ist fix ab dem kommenden Schuljahr. Wir leiten gerade die rechtlichen Schritte ein und prüfen, ob wir einen Regierungsbeschluss brauchen.“ Sobald die Landesregierung zustimmt, wird Neuhaus ab Sommer wieder eigenständig agieren. Ab dann wird es auch eine neue Direktion geben. „Bis Mai oder spätestens Juni wird das durch sein, dann können wir jemanden ernennen“, ergänzte Zitz.

Keine Schülerzahlen mehr als Faktor

Da im Landesschulgesetz auch keine fixen Schülerzahlen mehr verankert sind, muss sich Neuhaus auch keine Sorgen bezüglich Anmeldungen machen. „Für Schüler, Schülerinnen und Eltern bleibt alles gleich“, beruhigt Zitz außerdem. Auch eine Zusammenlegung der Volksschulen in Minihof-Liebau, Neuhaus und Mühlgraben als Campus sei in Zukunft angedacht, jedoch nicht in diesem Sommer.

Auch Jennersdorf-Direktor Hannes Thomas freut sich über die mögliche Neuhauser Selbstständigkeit: „Die einzige Auswirkung ist, dass ich die Leitung der Schule nicht mehr habe. Es gibt keinen Grund das nicht zu befürworten, das ist eine gute Lösung. Die letzten vier Jahre waren absolut positiv und die Schule hat sich super entwickelt.“ Vor allem die Möglichkeit eines regelmäßigen Direktors oder einer Direktorin Vorort freut Thomas, der für beide Schulen gleichzeitig zuständig war.

Drei Lehrerinnen unterrichten bis Sommer noch an beiden Standorten, werden dann aber wohl wieder nach Jennersdorf in die Mittelschule zurückkehren. „In Neuhaus gibt es dann wohl wieder einen Bedarf an Lehrkräften“, ergänzte Hannes Thomas.