Schloss Tabor vor Verkauf: Geldsegen für Gemeinden . Die behördliche Überprüfung der „EFIS Stiftung“ in der Stiftungsbehörde ist seit Anfang Jänner abgeschlossen. Verkauf des Schlosses steht nichts mehr im Weg.

Von Carina Fenz. Erstellt am 18. Januar 2017 (05:45)
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Seit dem Jahr 1997 wurden rund drei Millionen Euro (inklusive Förderungen) in den Erhalt von Schloss Tabor investiert. Jetzt wird das Schloss verkauft.
BVZ

Wie die BVZ bereits im Herbst des vergangenen Jahres berichtete, plant der „jOPERA jennersdorf festivalsommer“ seine Heimstätte, das Schloss Tabor, zu kaufen. Der Kauf soll über eine Stiftung abgewickelt werden.

Anfang Jänner wurde die behördliche Überprüfung der „EFIS Stiftung“ in der Stiftungsbehörde abgeschlossen, die Stiftung wurde offiziell in das Stiftungs- und Fondsregister als gemeinnützige Bundesstiftung eingetragen.

Drei Millionen wurden seit 1997 investiert

Ziel des Eigentümerwechsels ist es vor allem, das Schloss dauerhaft als Kulturstätte zu erhalten. jOPERA nutzt bereits seit dem vergangenen Jahr das Schloss ganzjährig. Für die Gemeinden bedeutet der Verkauf vor allem in finanzieller Hinsicht nur Positives.

Seit dem Jahr 1997 wurden rund drei Millionen Euro (inklusive Förderungen) in den Erhalt des Schlosses investiert. Die Gemeinden und Teilhaber (siehe Infobox rechts) fordern bei einem Verkauf die von ihnen investierten Summen zurück. Insgesamt handelt es sich dabei um rund 800.000 Euro, wobei die Stadtgemeinde Jennersdorf die meisten Anteile am Schloss hält. Ausbezahlt werden rund 20 Prozent des Gesamtinvestitionsvolumens.

Der Verein jOPERA wird allerdings auch nach dem Verkauf des Schlosses von den Gemeinden unterstützt werden. Jede Gemeinde zahlt weiterhin pro Jahr 1.000 Euro, die Stadtgemeinde Jennersdorf 2.000 Euro und einen finanziellen Beitrag pro Einwohner.

Der Kulturverein hat dem Verkauf, der in den nächsten Monaten über die Bühne gehen soll, bereits zugestimmt.