Mahnmal für den Aasplatz. Um an die Ermordung 29 ungarisch-jüdischer Zwangsarbeiter im Zweiten Weltkrieg zu erinnern, soll in Jennersdorf ein Mahnmal entstehen. Dafür wird ein Wettbewerb ausgerufen.

Von David Marousek. Erstellt am 17. April 2020 (03:43)
Gründungsteam. Franz Tamweber, Obmann Moritz Gieselmann, Mitglied Joe Posch.
Marousek

Eine hochkarätige Jury hat der historische Verein „Pulverturm“ aus Jennersdorf für die Errichtung des Mahnmals zusammengestellt. Die Präsidentin des Wiener Künstlerhauses Tanja Prušnik, die Fotografin Elfie Semotan, Obmann Moritz Gieselmann, ein Vertreter der israelitischen Kultusgemeinde und Bürgermeister Reinhard Deutsch wählen in einem Wettbewerb das zu errichtende Mahnmal aus.

„Das Siegerprojekt soll dann umgesetzt werden, und die Finalisten wollen wir an verschiedenen Plätzen ausstellen“, erklärt die Medienbeauftragte des Vereins, Eva Raho. Eigentlich hätte der Wettbewerb im Mai über die Bühne gehen sollen, dieser wurde jetzt jedoch bis 30. August verlängert. „Wir werden vom ursprünglichen Termin, der Anfang Mai gewesen wäre, wohl auf Ende August verschieben“, erklärt Pulverturm-Obmann Moritz Gieselmann. Anfang September soll dann eine Entscheidung fallen, welches Mahnmal umgesetzt werden soll. Vorgaben gibt es nur wenige, nur die Grundfläche darf fünf Quadratmeter nicht überschreiten, die Gesamtkosten dürfen nicht über 40.000 Euro liegen.

Das Denkmal für die ermordeten Zwangsarbeiter soll zwischen Schulstraße und Weidengasse entstehen.
Pulverturm

„Wir wollen die Kreativität nicht einschränken. Es gibt da sicher viele Möglichkeiten, etwas Günstiges zu schaffen“, führt Gieselmann aus. Als Anreiz gibt es 1.000 Euro für das umgesetzte Projekt. Platz zwei und drei bekommen 750 Euro beziehungsweise 500 Euro Preisgeld. Moderiert wird das Event von der Jennersdorferin Petra Werkovits.

Teilnehmer für den Wettbewerb können sich übrigens noch melden. Der Verein bittet um Kontaktaufnahme unter Pulverturm8380@gmx.at. Die nötigen Unterlagen für den Wettbewerb werden dann den Teilnehmern zugeschickt.