Naturverein Raab: 3.000 Quadratmeter Natur

Seit November bauen die Naturfreunde ein Areal für die heimische Flora und Fauna um. Jetzt werden bald die ersten Kaulquappen aus dem Laich schlüpfen.

Erstellt am 13. März 2021 | 06:07

Seit 2018 laufen beim 150-Mitglieder-Verein die Planungen für einen neuen Lebensraum für Unken, Eidechsen, Igel und mehr. Im November wurde mit dem Umbau in Neumarkt, in Richtung des Grenzübergangs, gestartet.

„Das ist einzigartig im Burgenland. Früher war hier nur eine Mulde, jetzt ist das Areal ganzjährig als Biotop nutzbar“, freut sich Obmann-Stellvertreter Andreas Lipp. Alle Ansuchen dauerten insgesamt drei Jahre, zuvor wurde das Wasser der Mulde stets abgelassen.

Eidechsen, Schlangen, Vögel und Insekten

Das ganze Areal umfasst aktuell rund 3.000 Quadratmeter. Sowohl im Teich, als auch in der Umgebung wurden unscheinbare Plätze angelegt. „Bei den kleinen Biotopen ist viel Sand darunter, das ist für die Schlangen und Eidechsen“, erklärt Lipp.

In den nächsten Monaten soll die Fläche auch vollständig begrünt werden. Somit sollen auch Vögel und Insekten in naher Zukunft angelockt werden. Das ist dem Obmann-Stellvertreter ein großes Anliegen: „Die Leute müssen für die Tiere sensibilisiert werden und die Natur einfach genießen. Sonst machen wir viele Workshops mit den Schulen in der Umgebung, das ist aktuell aber nicht möglich.“

150 Mitglieder, Hilfe dennoch gerne gesucht

Der seit 2017 bestehende Verein wuchs über die Jahre stetig. Viele Mitglieder seien in einer unterstützenden Funktion tätig, vor allem über die jährlichen Mitgliedsbeiträge.

„Wir werden auch von den Gemeinden Sankt Martin an der Raab und Jennersdorf sehr unterstützt. Die Arbeiten erledigen wir größtenteils selber“, führt Lipp aus. Zuletzt wurde sogar ein Steg errichtet, von dessen Ende das Biotop bestaunt werden kann. Auch Sitzgelegenheiten sollen folgen, um am neu geschaffenen Lebensraum richtig entspannen zu können. Das Areal soll für alle Naturfreunde immer geöffnet sein.

Die Kontrolle, dass alles mit ruhigen Dingen zugeht, übernimmt der Verein selbst. Manche Mitglieder sind offizielle Naturschutz Organe für das Land. Verfehlungen können somit auch verfolgt werden, wobei laut Lipp immer das Gespräch gesucht wird.

Zusammenarbeit mit Jägern und Schulen

Ein weiteres Projekt wurde außerdem in Rax gestartet. „Wir haben dort eine Wiese gepachtet und wollen diese für Fasane und Rehkitze mit kleinen Becken präparieren“, führt Lipp aus. Dabei werden auch immer wieder die heimischen Jäger in die Entscheidungsprozesse miteingebunden. „Nach Corona hoffen wir, wieder mit Schulen und Kindergärten zusammenzuarbeiten. Wir wollen da zum Beispiel eine Streuobstwiese ansetzen“, erklärt der Obmann Stellvertreter.

Für Ideen, Kritik oder Gespräche will der Verein immer ein offenes Ohr haben und ist unter der Email-Adresse „Naturvereinraab@gmx.at“ erreichbar.