Flächenwidmung: Eigentümer bangen, Gemeinde beruhigt. Weil sie ihre Häuser auf Grünland errichtet haben, drohen derzeit mehreren Hausbesitzer hohe Strafen.

Von Carina Fenz. Erstellt am 03. April 2019 (04:10)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Symbolbild
Happy_stocker's

Der Fall von jenen rund 20 Hauseigentümern, denen ein Abrissbescheid für ihre Häuser drohen könnte, weil sie ganz oder teilweise auf Grünland gebaut haben, beschäftigt die Gemeinde weiterhin. Die Bauten wurden allesamt vom früheren Ortschef genehmigt. Erst später habe sich herausgestellt, dass die Grundstücke auf Grünland gewidmet waren und nicht bebaut werden dürfen.

In der Vorwoche fand eine Informationsveranstaltung zum Thema Umwidmungsfälle statt, zu der Bürgermeister Manuel Weber (ÖVP) eingeladen hat. Das Interesse war groß: Mehr als 30 Personen nahmen daran teil. „Dabei ging es aber nicht nur um diese Bauten, sondern auch um das laufende Flächenwidmungsverfahren, bei dem wir uns bemühen, das bestmögliche Ergebnis zu erreichen“, so Weber.

„Das alles ist Schlamperei. Abgesehen vom Abrissbescheid ergehen auch Strafbescheide von der Bezirkshauptmannschaft an die Hauseigentümer“, ärgert sich ein betroffener Bürger, der anonym bleiben möchte, in einem Brief an die BVZ und spricht dabei sogar von 45 betroffenen Häusern in Rudersdorf und dem Ortsteil Dobersdorf. Bürgermeister Weber dazu: „Es handelt sich nicht um Abrissbescheide, sondern um Wiederherstellungsbescheide und wir sind im Interesse aller Bürger, um eine Lösung bemüht.“