Gewerbepark im Bereich der S7 geplant. Im Bereich der Auf- und Abfahrt S7 ist ein Betriebsgebiet geplant. Gemeinderat Rudersdorf gibt mit Beschluss grünes Licht. Auch weiter südlich sind Gewerbeparks geplant.

Von Carina Fenz. Erstellt am 27. Februar 2019 (04:32)
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Der Rudersdorfer Gemeinderat hat in der Vorwoche mit einem einstimmigen Beschluss grünes Licht für die Errichtung eines Gewebeparks im Bereich der Auf- und Abfahrt der künftigen S7 gegeben.

Die neuen Flächen — in Rudersdorf sind bislang fünf Hektar gewidmet und in Deutsch Kaltenbrunn zehn Hektar — sollen an der nördlichen Ortseinfahrt entstehen. Ziel ist es, durch die S7 neue Betriebe anzusiedeln. „Mit dem Beschluss haben wir die Voraussetzungen geschaffen, dass wir uns Grundstücksoptionen bei privaten Grundeigentümern sichern können“, erklärt Bürgermeister Manuel Weber (ÖVP), der dadurch eine enorme Chance für die Gemeinde sieht.

Betriebe: Anfragen gehen zurück

„Wir hatten in den letzten zwei Jahren enorm viele Anfragen für mögliche Betriebsansiedelungen. Durch die ständigen Verzögerungen, was den Bau der S7 betrifft, sind diese wieder abgeflaut“, meint Weber, der hofft, dass durch den Baustart der S7 (die BVZ berichtete) wieder Bewegung in die Causa kommt.

Der geplante Gewerbepark, der in mehreren Ausbaustufen entstehen soll, ist überdies schon seit vielen Jahren im Landesentwicklungsplan und soll gemeinsam mit der Wirtschaft Burgenland umgesetzt werden. In weitere Folge sind auch Parks in Eltendorf und Königsdorf geplant. Südburgenlandmanager Werner Unger, der ebenfalls in das Projekt eingebunden ist, will aber noch nicht zu euphorisch sein, was die Umsetzung anbelangt.

Kommunalsteuer soll aufgeteilt werden

Derzeit stehen Gemeinden mit einem Gewerbegebiet in direkter Konkurrenz zueinander, was die Ansiedelung von neuen Betrieben betrifft. Das hat auch zur Folge, dass sich die Gemeinden mit den Grundstückspreisen unter- und mit den Förderungen für neue Unternehmen überbieten. Diese Entwicklung soll mit gemeindeübergreifenden Gewerbeparks, sogenannten Wirtschaftsclustern, gestoppt werden. „Sollte das Projekt zustandekommen, würden die Gemeinden untereinander nicht mehr konkurrieren, sondern alle einen Teil vom Kuchen abbekommen: Die Kommunalsteuer würde aufgeteilt, die Bewerbung der Gewerbegebiete einfacher werden“, erhofft sich Unger durch diese Zusammenarbeit insgesamt eine Stärkung der Region.