Rotes Kreuz rüstet sich für S7

Bei der Eröffnung der neuen Rotkreuz-Dienststelle in Rudersdorf gaben Verantwortliche bekannt, dass es Überlegungen für einen 24-Stunden-Betrieb der Rettung gibt.

Erstellt am 22. Mai 2019 | 04:37
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Währen die Bauarbeiten an der Schnellstraße S7 zügig vorangehen — mit einer Fertigstellung wird Ende 2023 gerechnet — sind es vor allem die Blaulichtorganisationen, die sich bereits jetzt dafür rüsten. Das hat man auch bei der Eröffnung des neuen Rotkreuz-Gebäudes in der Hauptstraße in Rudersdorf bemerkt.

„Das alte Gebäude in der Blumengasse war für den Dienstbetrieb nicht mehr zeitgemäß“, schildert Bezirksstellenleiter Hubert Janics 

„Da gleichzeitig auch die Auslastung in der Hauskrankenpflege und im Rettungsdienst gestiegen ist, kam ein Neubau günstiger als eine Komplettsanierung. Weiters wurde der Standort im Hinblick auf die in Bau befindliche Schnellstraße S7 optimiert, damit man hier künftig bei Verkehrsunfällen schneller am Einsatzort sein kann“, erzählt Janics.

Überlegungen für einen 24-Stunden-Betrieb

Aktuell ist in Rudersdorf ein Rettungswagen stationiert, welcher wochentags von 7 bis 19 Uhr mit einem zweiköpfigen Team besetzt ist. Im Vorjahr hatte dieses Fahrzeug 1.500 Einsätze zu verzeichnen, „was die Sinnhaftigkeit einer Rettungsstelle in Rudersdorf unterstreicht“, betont Janics.

Sollte nach Fertigstellung der Schnellstraße S7 ein 24-Stunden-Betrieb notwendig werden, so wurde in baulicher Hinsicht bereits vorgesorgt: „Wir haben beim Neubau zwei Ruheräume eingeplant, in denen sich unsere Sanitäter erholen können“, so Janics. Die Entscheidung, wann der 24-Stunden-Betrieb in Rudersdorf eingeführt wird, ist zwar noch nicht gefallen, aber „die Überlegungen dahingehend sind schon sehr groß“, heißt es vom Roten Kreuz.

„Wir haben beim Neubau zwei Ruheräume eingeplant, in denen sich unsere Sanitäter erholen können“

In den Neubau wurden 500.000 Euro investiert. Neben den Ruheräumen gibt es einen Aufenthaltsraum, Garagen, Lagerräumlichkeiten für Geräte und medizinisches Material sowie einen Waschplatz.

„Die Garage ist so hoch gebaut, dass im Fall einer Katastrophe oder eines anderen Großeinsatzes auch unser LKW hineinfahren kann, um Hilfsgüter anzuliefern“, erklärt Janics. Im neuen Gebäude sind auch Räumlichkeiten für die Hauskrankenpflege integriert. Stützpunktleiterin Petra Wilfinger und elf Angestellte haben hier ihre Zentrale, von der aus die Touren in die Umgebung beginnen. Für die Fahrzeuge der Hauskrankenpflege stehen überdachte Carports zur Verfügung.