Startschuss für Bauarbeiten am S7-Tunnel. Im südburgenländischen Rudersdorf ist am Samstag der offizielle Start für die Bauarbeiten am drei Kilometer langen Tunnel der Fürstenfelder Schnellstraße (S7) erfolgt.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 26. Januar 2019 (13:10)
APA (dpa/Symbolbild)
Symbolbild

In Burgenlands ersten Schnellstraßentunnel werden rund 160 Millionen Euro investiert. Die S7 soll nach der Fertigstellung von Riegersdorf in der Steiermark über das Burgenland bis zur ungarischen Grenze führen.

Es sei wichtig für Österreich, dass die Infrastruktur überall gut ausgebaut ist, sagte Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ) anlässlich des feierlichen Tunnelanschlags: "Gerade für Regionen wie die Oststeiermark und das Südburgenland ist so eine Anbindung die Basis für eine noch bessere Zukunft."

Burgenlands Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) und sein steirischer Amtskollege Hermann Schützenhöfer (ÖVP) hoben die Bedeutung der neuen Schnellstraße hervor. Die S7 bringe eine Entlastung der Anrainer sowie eine Stärkung der Wirtschaft und schaffe neue Perspektiven durch die Anbindung an Ungarn.

"Aber was lange währt, wird endlich gut. Es gibt wohl kein Projekt, auf welches dieser Satz so zutrifft, wie auf die S7", stellte Asfinag-Geschäftsführer Alexander Walcher im Hinblick auf die mehr als 15-jährige Entstehungsgeschichte des Schnellstraßenprojekts fest.

Der im Westabschnitt der Schnellstraße gelegene Tunnel Rudersdorf wird auf etwa 1,1 Kilometer Länge in offener Bauweise errichtet. Rund 1,9 Kilometer entstehen in klassischer bergmännischer Bauweise mittels Baggervortrieb. An den Tunnel schließt sich die 300 Meter lange Wanne Ost an.

Das Bauvorhaben soll bis Dezember 2023 fertiggestellt und mit der gesamten, knapp 29 Kilometer langen Schnellstraße für den Verkehr freigegeben werden. Der Baubeginn für den kürzeren Teil der S7, den Abschnitt Ost von Dobersdorf bis Heiligenkreuz, erfolgt 2020. Insgesamt investiert die Asfinag in die Fürstenfelder Schnellstraße rund 700 Millionen Euro.