Baustraße wird errichtet. Der Ausbau der Fürstenfelder Schnellstraße steht wieder einmal kurz bevor. Spätestens im April beginnt die Errichtung der Baustraße – das sind zwölf Kilometer von Ilz bis Rudersdorf.

Von Carina Fenz. Erstellt am 25. Januar 2017 (05:11)
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Schnellstraße vor Baustart. 28 Kilometer lang soll die S7 werden und vom Knoten Riegersdorf bei der A2 über Fürstenfeld bis zur ungarischen Staatsgrenze bei Heiligenkreuz führen. Mit zwei Tunneln und 24 Brücken liegt der Kostenpunkt bei 630 Millionen Euro.
zVg/Asfinag

Wird im heurigen Jahr noch mit dem Bau der S7 begonnen? Eine Frage, die im Bezirk Jennersdorf wohl wie keine andere beschäftigt.

Die Gegner der Schnellstraße haben gegen den vom Bundesverwaltungsgericht Ende Oktober 2016 bestätigten positiven UVP-Bescheid für den Westteil der Straße Beschwerde beim Verfassungsgerichtshof und Revision beim Verwaltungsgerichtshof eingelegt. Grund seien, laut der Bürgerliste, „erhebliche Mängel im Verfahren beim Bundesverwaltungsgericht sowie beim Verkehrsministerium“. Aber inwiefern wirken sich diese Beschwerden auf die aktuellen Planungen aus beziehungsweise können diese Beschwerden einen Baustart neuerlich verzögern?

„Die Beschwerde und die Revision haben keine aufschiebende Wirkung. Die Ausschreibung von Baumaßnahmen und deren Ausführung kann deshalb begonnen werden. Die Ausschreibung für die Baustraße wurde bereits veröffentlicht, die Angebotsfrist endet noch im Jänner. Die Baumaßnahme startet im Frühjahr 2017“, heißt es dazu von der Asfinag auf Anfrage der BVZ. Die Detailplanungen für das Bauvorhaben sind weitestgehend abgeschlossen. Als nächster Schritt startet die Errichtung der Baustraße, die von der A2 im Bereich von Riegersdorf in Richtung Osten errichtet wird. Der Baubeginn dafür erfolgt laut Asfinag noch im Frühjahr 2017.

Durch die Errichtung der Baustraße wird es während der Errichtung keine Verkehrsbehinderungen geben, sie verläuft unmittelbar neben der künftigen Fahrbahn der S7 Fürstenfelder Schnellstraße zwischen der A2 und dem Westportal des Tunnels Rudersdorf. Die Baustraße wird auf Eigengrund der Asfing geführt und weist größtenteils eine Schotteroberfläche auf. Um eine Verschmutzung des öffentlichen Straßennetzes zu vermeiden, ist die Fahrbahn der Baustraße in den Querungsbereichen in Asphalt ausgeführt.

Entscheidung über Bescheide steht aus

Für den Abschnitt West liegen die Bescheide gemäß Naturschutzgesetz und Wasserrecht rechtskräftig vor. Die beiden in zweiter Instanz bereits erlassenen Wasserrechtsbescheide wurden seitens der Bürgerinitiative beim Verwaltungsgerichtshof beeinsprucht, eine Entscheidung steht derzeit aus. Für den Abschnitt Ost werden derzeit die wasser- und naturschutzrechtlichen Verfahren abgewickelt. Auch die Ausschreibungen für die Hauptbaulose sind weitestgehend fertiggestellt und werden im Frühjahr 2017 veröffentlicht.

Der Baubeginn für den Abschnitt West erfolgt mit der Baustraße im Jahr 2017. Die Bauarbeiten für den Abschnitt Ost sollen 2019 beginnen, eine gemeinsame Verkehrsfreigabe für beide Abschnitte ist für 2022 vorgesehen.