Tunnel Rudersdorf wird nicht gesprengt. Der nächste große Schritt bei der ist gesetzt – der Auftrag für den Tunnel Rudersdorf, das Herzstück der S 7, wurde an die Bietergemeinschaft Swietelsky und Granit vergeben.

Von Carina Fenz. Erstellt am 19. Dezember 2018 (02:01)
BVZ
Fordert schon jetzt einen vierspurigen Ausbau der S7. VP-Landtagsabgeordneter Bernhard Hirczy.

Die Bietergemeinschaft Swieteslky Tunnelbau und Granit Bau GmbH erhielt den Zuschlag für die Errichtung des Tunnels Rudersdorf bei der S7 Fürstenfelder Schnellstraße. Die Auftragshöhe für den 2,8 Kilometer langen Tunnel, das Betriebsgebäude und die 300 Meter lange so genannte „Wanne Ost“ beläuft sich auf etwas mehr als 160 Millionen Euro. Der Start der vorbereitenden Arbeiten erfolgt bereits Ende Jänner, im späten Frühjahr soll der Tunnelausbruch beginnen.

Die Fertigstellung ist für Ende 2023 vorgesehen. „Dieser Tunnel ist das Herzstück der neuen Fürstenfelder Schnellstraße und auch bautechnisch eine große Herausforderung für unser Projektteam und den Aufragnehmer“, bestätigt ASFINAG-Geschäftsführer Andreas Fromm.

Schnellstraße wird Verkehrsströme im Bezirk beeinflussen

Der Tunnel Rudersdorf, der östlich der Gemeinde Rudersdorf verläuft, wird 1,1 Kilometer in offener und 1,7 Kilometer in geschlossener Bauweise errichtet. Der Vortrieb erfolgt konventionell mittels Bagger-Ausbruch, Sprengungen sind aufgrund des lockeren Sedimentgesteins keine erforderlich.

Die 28 Kilometer lange Schnellstraße S7 wird nach ihrer geplanten Fertigstellung 2023 von der A2 in der Oststeiermark bis nach Heiligenkreuz im Burgenland führen. Die Kosten für die gesamte Schnellstraße belaufen sich auf knapp 700 Millionen Euro.

Die neue Schnellstraße wird die Verkehrsströme im Bezirk beeinflussen, so VP-Landtagsabgeordneter Bernhard Hirczy, der meint: „Deshalb muss es in Verbindung mit der Fertigstellung der S7 auch ein neues Verkehrskonzept für den Bezirk Jennersdorf geben. Es geht dabei um Parkplätze sowie Park&Ride Anlagen für Pendler, notwendige Busanbindungen und die Einbindung in bestehende Micro-ÖV-Systeme.“

Auch die Verlagerung des LKW-Schwerverkehrs müsse berücksichtigt werden, „ebenso die Tatsache, dass die S7, die auf burgenländischer Seite leider nur zweispurig geplant ist, im Sinne der Verkehrssicherheit hoffentlich ehestmöglich auf vier Spuren erweitert wird“, so Hirczy abschließend.