Jennersdorf: iNova fehlt es an Neuanmeldungen. Die 18 benötigten Anmeldungen für eine Klasse im nächsten Jahr sind laut Direktor Peter Pommer nicht erreicht worden.

Von David Marousek. Erstellt am 11. März 2021 (05:52)
Mittels „Übungsfirma“ wird in der iNova gelernt..
Michael Schmidt

Die Handelsschule Jennersdorf, umgangssprachlich auch „Hasch“ genannt, kann im kommenden Jahr keine Klasse aufstellen. Das bestätigte Direktor Peter Pommer gegenüber der BVZ: „Ja, das stimmt leider.“ Auch schon vor zwei Jahren hätten die Anmeldungen nicht ausgereicht. Insgesamt 18 Neuanmeldungen für die weiterführende Schule werden für einen Jahrgang benötigt, dieses Jahr sei jedoch nur eine „einstellige Zahl“ erreicht worden.

„Dreijährige Schulen ziehen wohl weniger“

Für den Direktor gibt es dafür mehrere mögliche Gründe: „Es gibt immer weniger Schulen, die dreijährigen Schulen ziehen wohl weniger. Die meisten wollen die Matura machen oder starten gleich eine Lehre am Polytechnikum.“ Wobei das Ablegen der Reifeprüfung auch im Rahmen eines Aufbaus immer möglich war, was laut Pommer auch regelmäßig genutzt wurde. Zusätzlich lernte man mit einer Ausbildung an der „iNova“ genannten Handelsschule auch den Beruf des Bürokaufmanns beziehungsweise der Bürokauffrau. Für die interessierten Schülerinnen und Schüler heißt es jetzt eine neue Schule zu finden. „Die sich angemeldet haben, die müssen sich jetzt leider anders umschauen. Ich habe es den Eltern der Kinder bereits mitgeteilt“, erklärt Pommer. Im steirischen Feldbach, sowie in Stegersbach gibt es noch solche Schultypen.

Auch für das Lehrpersonal könnte das Fehlen einer Handelsschulklasse Auswirkungen haben. Die Bildungsdirektion bekommt vom Bildungsministerium sogenannte Werteinheiten zugewiesen. Diese werden in den Schulen aufgeteilt und richten sich direkt nach den Schülerzahlen. Schularbeitenfächer sind dabei höher zu werten, als beispielsweise der Turnunterricht. Durch die nun weniger werdenden Werteinheiten sind auch nicht alle Beschäftigungsverhältnisse mit dem Lehrpersonal fix. „Wir kämpfen darum, dass unsere Lehrerinnen und Lehrer bleiben können und weiter vollbeschäftigt sind“, führt Pommer aus. Für die Betroffenen wäre auch eine Zweitbeschäftigung an anderen Schulen möglich.