Lehrermangel (noch) kein Problem im Burgenland

Erstellt am 08. September 2022 | 05:21
Lesezeit: 3 Min
440_0008_8463296_nsd36bir_schulstart_pk.jpg
Landesrätin Daniela Winkler und Bildungsdirektor Heinz Zitz hoffen auf ein „normales“ Schuljahr.
Foto: BVZ
528 Schülerinnen und Schüler mehr in Burgenlands Pflichtschulen und 300 Pädagogenstellen neu besetzt.
Werbung
Anzeige

„Der erste Schultag ist für kleine Füße ein ganz großer Schritt fürs Leben“, sagt Bildungslandesrätin Daniela Winkler zum Schulbeginn. Die zweifache Mutter weiß, wovon sie spricht, hat doch auch sie heuer eine Taferlklasslerin zu Hause. Wie sich das Schuljahr für rund 33.400 burgenländische Schülerinnen und Schüler, davon 3000 Schulanfänger, entwickeln wird, hängt von der Zahl der Covid-19 Infizierten ab, vorerst verläuft der Start jedenfalls entspannter als in den vergangenen beiden Jahren. Getestet wird in den Schulen nur auf freiwilliger Basis.

Das Schuljahr 2022/23 soll jedenfalls so „normal“ wie möglich ablaufen, betonen Winkler und Bildungsdirektor Heinz Zitz bei einer Pressekonferenz in Neusiedl am See. Positiv getestete Landeslehrer ohne Symptome sollen entgegen der Vorgabe vom Bund aber im Burgenland nicht unterrichten. „Wir empfehlen den zuständigen Gemeinden, unserem Weg auch im Bereich der Elementarpädagoginnen und -pädagogen zu folgen“, so Winkler.

Schulstart mit 24 Klassen mehr

Eine Besonderheit im neuen Schuljahr ist der Anstieg der Schülerzahlen im Pflichtschulbereich. Zählte man im September des Vorjahres 18.405 Schülerinnen und Schüler, so sind es heuer 19.000.

Der Anstieg betrifft vor allem die Volksschulen und hat sich schon im Laufe des vorigen Schuljahres abgezeichnet, wo 474 ukrainische Kinder in den burgenländischen Unterricht eingestiegen sind. Insgesamt startet man das Schuljahr heuer mit 24 Klassen (davon 18 in Volksschulen) und 528 Schulpflichtigen mehr. Im Pflichtschulbereich wurden deshalb 109 Landeslehrer aufgenommen, insgesamt sind es 300 Stellen, die neu besetzt wurden.

„Damit konnten alle offenen Stellen besetzt werden“, betont Bildungsdirektor Heinz Zitz auf die Frage nach dem Lehrermangel, der sich österreichweit verstärkt. „Wir finden noch sehr gut Personal“, sagt Winkler, merkt allerdings an, dass es wichtig sei junge Menschen für den Lehrerberuf zu begeistern, um auch in Zukunft den Bedarf abdecken zu können.

Vor allem im Bereich der Naturwissenschaften wie Chemie, Physik oder Mathematik werde das zunehmend schwieriger. Außerdem gebe es regionale Unterschiede, im Süden des Landes sei es etwas schwieriger Personal zu finden.

Weiterlesen nach der Werbung