Aus nach Fotofinish für Jud. Sebastian Jud haderte in Amerika mit Schnee und dem schwierigen Kurs – Platz 32, das Rennen war schnell wieder zu Ende.

Von Daniel Fenz. Erstellt am 25. Januar 2017 (05:16)
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Vorzeitig ausgeschieden. Sebastian Jud (vorne) kam auf Platz 32.
BVZ

Ein massiver Wintereinbruch hatte in Solitude (USA) für ein Verkehrschaos gesorgt. Für die Anreise, die an den Vortagen in 30 Minuten zu bewältigen war, benötigten Sebastian Jud und seine österreichischen Kollegen rund drei Stunden. Da alle Mannschaften davon betroffen waren, musste der Start um eineinhalb Stunden verschoben werden. Für den Mühlgrabener verlief das Rennen dann aber auch nicht nach Wunsch.

„Es hat während der Rennen oft sehr stark geschneit und ich musste daher sehr gefühlvoll fahren.“ Kurzzeitig befand er sich auf der zweiten Position, im Fotofinish schied er jedoch auf Platz vier vorzeitig aus. „Wir bestritten das Rennen zu sechst, es war schwierig, sich für die nächste Runde zu qualifizieren.“ Für Jud (32.) und auch den Vorarlberger Luca Hämmerle (45.) war so, trotz beherzter Fahrten nach der Auftaktrunde, bereits wieder Endstation. Besser verlief es für Alessandro Hämmerle, der in Solitude seinen dritten Weltcupsieg feierte. „Ich bin mit meiner Leistung aber trotzdem zufrieden.“

Trainer Tom Greil sagte zum Abschneiden der Jungs: „Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft, die sich bei extremen Bedingungen von ihrer besten Seite gezeigt hat.“ Der Sportliche Leiter für Snowboard im ÖSV, Christian Galler, meinte: „Dass wir zu diesem Zeitpunkt bereits neun Weltcuperfolge und insgesamt 16 Podestplätze zu Buche stehen haben, ist großartig und lässt im Hinblick auf den weiteren Saisonverlauf, mit der WM im März in der Sierra Nevada, noch einiges erwarten.“

Südburgenlands Snowboardfreak wollte mit dem österreichischen Team am vergangenen Montag abfliegen, doch der Schneesturm wütete auch an diesem Tag in Amerika noch immer. Das nächste Rennen bestreitet er Anfang Februar in Bansko (Bulgarien). Dort startet Jud den nächsten Angriff, um in die Endläufe zu kommen.