Grünes Licht für Lkw-Fahrverbot. Die Entscheidung über das Lkw-Fahrverbot zwischen St. Martin an der Raab und dem Grenzübergang Bonisdorf ist gefallen und tritt in den nächsten Wochen in Kraft.

Von Carina Fenz. Erstellt am 02. Oktober 2019 (04:31)
Bilderbox/Wodicka

Das von vielen Gemeinden geforderte Fahrverbot für Lkw über 7,5 Tonnen zwischen dem Kreisverkehr bei St. Martin/Raab und dem Grenzübergang Bonisdorf — eine vom Land Burgenland in Auftrag gegebene Verkehrsanalyse befürwortet dieses ebenfalls — tritt in wenigen Wochen in Kraft.

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Das von vielen Gemeinden geforderte Fahrverbot für Lkw über 7,5 Tonnen zwischen dem Kreisverkehr bei St. Martin/Raab und dem Grenzübergang Bonisdorf tritt in den nächsten Wochen in Kraft.

Diese Entscheidung gab Verkehrslandesrat Heinrich Dorner (SPÖ) in der Vorwoche bekannt. Eine dementsprechende Verordnung wurde bereits erlassen, die Verkehrstafeln werden in den nächsten Wochen aufgestellt. Als Alternativroute für die Lkw wurde dabei der Grenzübergang Heilgenkreuz festgelegt. Befürwortet wird das Fahrverbot auch von der Stadtgemeinde Jennersdorf, die bereits zwei Petitionen dafür verabschiedet hat.

Lkw-Verkehr wird durch Fahrverbot sinken

Geht es nach der vom Land und dem Kuratorium für Verkehrssicherheit in Auftrag gegebenen Verkehrsanalyse würden bei einem Fahrverbot 79 Prozent weniger Lkw auf dieser Strecke fahren. Aktuelle Statistiken zeigen, dass rund 70 Lkw-Fahrer pro Tag dieses Straßenstück passieren, um Mautstraßen zu vermeiden. Rund 65 Prozent davon sind Lkw, die aus dem Ausland kommen. Insgesamt würden diese Maßnahmen eine wesentliche Entlastung der Bevölkerung von Lärm und Luftverschmutzung sowie einen Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit mit sich bringen.

„Die Maßnahmen haben - mit den Ausnahmen für Ziel- und Quellverkehr - keine negativen Effekte für die heimische Wirtschaft, wie die Untersuchungen gezeigt haben“, so Dorner. Landesvize Hans Tschürtz (FPÖ) sieht das Fahrverbot ebenfalls als wichtigen Schritt: „Ziel der Lösung ist, unbegrenzten grenzüberschreitenden Transitverkehr nicht zuzulassen, sondern nur grenzüberschreitenden Quell- und Zielverkehr. Die Maßnahme sorgt für mehr Sicherheit auf den Straßen.“