In acht Minuten durch sechs Naturparks. Helmut Pechlaner und Hans Leitner stellen in einem Kurzfilm die burgenländischen Naturparks vor und zeigen Geheimtipps auf.

Von David Marousek. Erstellt am 26. September 2018 (04:00)
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Filmpräsentation. Franz Lex, Raabtal-Geschäftsführer Karl Kahr, Bürgermeister und Raabtal-Obmann Franz Josef Kern, Hans Leitner mit Hund Tina, Naturschutzorgan Andreas Lipp, Moderator Ernst Mayer und Naturschutzbund-Bezirksstellenleiter aus Feldbach Oskar Tiefenbach.
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Im vollen Gemeindesaal der Gemeinde Sankt Martin an der Raab trafen vergangene Woche zahlreiche Bürger aus der Umgebung zusammen, um die Präsentation des Kurzfilms „In 8 Minuten durch 6 burgenländische Naturparks“ zu sehen. Darin wandern der ehemalige Schönbrunn-Zoo-Direktor Helmut Pechlaner und der in Markt Allhau wohnende Hans Leitner durch die Natur und erklären die Besonderheiten der Parks. Mit zahlreichen Nahaufnahmen der Flora und Fauna sowie eindrucksvollen Drohnen-Videos, soll die Schönheit des Burgenlandes gezeigt werden.

Leitner erklärt: „Die ursprüngliche Idee der Naturparks war, Wissen zu vermitteln. Überall in Sankt Martin habe ich Geschichte gesehen. Man muss den Menschen Geschichten erzählen und sie so animieren, ins Burgenland zu kommen.“

„Das Ziel der Parks war, die kleine Landwirtschaft zu erhalten“

Anschließend wurde im von Ernst Mayer moderierten Abend auf den Naturpark Raabtal eingegangen. „Das Ziel der Parks war, die kleine Landwirtschaft zu erhalten“, erklärte Bürgermeister Franz Josef Kern. Die konnte laut Kern jedoch nicht immer erreicht werden. Der Bürgermeister ist gleichzeitig Obmann des Naturparks. „Mit dem Schloss Tabor in Neuhaus, der Jost-Mühle in Minihof-Liebau und dem Jennersdorfer Stoagupf, gab es einige Projekte in den letzten Jahren“, zählte Geschäftsführer Karl Kahr einige Tourismus-Orte auf. An der Raab selbst werden Wanderungen und Kanu-Fahrten angeboten.

Zahlreiche Schulen nützen die Möglichkeit des Naturparks und verlagern den Unterricht nach draußen. „Wir wollen die Kinder auf die Region und die Natur aufmerksam machen“, erklärt Kahr weiter. Insgesamt 212 Führungen mit 3982 Teilnehmern (davon 993 Kinder und 2989 Erwachsene) wurden im Jahr 2017 veranstaltet.

Bürgermeister Franz Josef Kern spricht am Ende ein großes Problem des Naturparks an: „Die Bewirtschaftung der Felder ist eine Katastrophe. Bis direkt an die Raab wird gearbeitet.“ Dadurch fehlen den Tieren wichtige Rückzugsorte sowie Brutplätze. Noch etwas Positives konnte vermeldet werden: Neu für den Naturpark Raab sowie die Weinidylle ist ein sogenannter „Biodiversitäts Beauftragter“, der für 40 Stunden für die nächsten zwei Jahre angestellt wird.