Tauziehen um neuen Radweg. Drei Varianten für einen Radweg von St. Martin an der Raab nach Jennersdorf wurden geprüft, eine Initiative kritisiert nun allerdings den Vorschlag.

Von Carina Fenz. Erstellt am 09. Januar 2019 (04:24)
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Die Variante wird von der Firma Verracon bevorzugt, sei aber laut der Initiative nicht „radfördernd“, weil der Weg nicht immer befahrbar sei.

Nachdem im Vorjahr 600 Unterschriften für den Bau eines Radweges von St. Martin an der Raab nach Jennersdorf gesammelt wurden, sind die drei Varianten geprüft worden. Die Initiative kritisiert jetzt den Vorschlag und macht in einem offenen Brief an Landesrat Hans Peter Doskozil ihrem Unmut Luft. Hauptkritikpunkt an dem Variantenvergleich, den die Firma Verracon für den Radweg erstellte: „Wir wurden als initiierende Gruppe ignoriert“, sagt Sprecherin Elisabeth Hellmayr.

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Das Radfahren an der B57 ist extrem gefährlich, kritisiert die Initiative

Grundsätzlich geht es hier um eine sichere, alltagstaugliche Radwegverbindung von St. Martin nach Jennersdorf. „Das Radfahren ist wegen des hohen Tempos der aus Richtung Fehring von der Schnellstraße kommenden Fahrzeuge extrem gefährlich“, argumentiert die Bürgerinitiative.

An der empfohlenen Variante für den Radweg kritisiert Hellmayr vor allem, dass sie über eine bereits bestehende Furt führt. Dieser kleine aufgeschüttete Damm zum Überqueren der Raab sei bei höheren Wasserständen nicht benutzbar und nicht sicher. „Die Furt ist nicht jederzeit befahrbar, ich weiß im Vorhinein nicht, ob sie frei ist oder nicht. Und das ist absolut nicht radfördernd“, so Hellmayr.

Als Entscheidungskriterien gibt Verracon direkte Wegeführung, Finanzierbarkeit, Realisierungschance und Alltagstauglichkeit an. Keine der drei geprüften Strecken sei ausschließlich positiv zu bewerten, die Variante mit der Furt sei aber kurzfristig umsetzbar. Aus dem Büro von Landesrat Doskozil heißt es dazu, dass Experten die Situation beurteilen. „Eine gemeinsame Lösung sei das Ziel.“