Soldat bei Grenzkontrolle angefahren: Diversion. Weil er bei einer Grenzkontrolle im Südburgenland einem Assistenzsoldaten mit seinem Pkw gegen das Bein gefahren sein soll, ist ein Südburgenländer am Mittwoch in Eisenstadt vor Gericht gestanden. Die Verhandlung endete mit einem Diversionsangebot: Der 55-Jährige soll insgesamt 2.200 Euro zahlen.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 08. Februar 2017 (12:20)
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Lebenslange Haft lautet das Urteil
Lebenslange Haft lautet das Urteil
APA (Archiv/Pfarrhofer)

Zu dem Zwischenfall kam es am 5. November des Vorjahres bei St. Martin an der Raab im Bezirk Jennersdorf. Der Burgenländer war von Ungarn kommend, in seinem Pkw wieder zurück nach Österreich gefahren, als ihn Soldaten im Zuge der Grenzkontrolle anhielten und aufforderten, den Reisepass vorzuweisen.

Statt der Aufforderung nachzukommen, soll der Mann zweimal versucht haben, mit dem Wagen weiterzufahren. Dabei stieß er gegen das Bein eines Zugsführers, der eine Prellung erlitt.

Der Autofahrer wurde angezeigt und musste sich wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt und schwerer Körperverletzung verantworten. Vor Gericht zeigte er sich einsichtig. Er habe geglaubt, den Ausweis nicht herzeigen zu müssen.

Der Prozess war nach einer knappen Viertelstunde beendet. Zahlt der Südburgenländer fristgerecht die ihm von der Richterin auferlegte Geldbuße, wird das Verfahren gegen ihn eingestellt.

Im Sicherheitspolizeilichen Assistenzeinsatz an der österreichischen Staatsgrenze sind die Soldaten des Bundesheeres mit genau festgelegten Kontrollbefugnissen ausgestattet. Sie sind dann wie Polizisten dazu berechtigt, Personen und Fahrzeuge anzuhalten sowie eine Identitätskontrolle durchführen.