Tridonic-Standort Jennersdorf: Hoffnung nach Pleite. Die 40 betroffenen Arbeitnehmer aus dem Bezirk sollen wieder in den Arbeitsmarkt integriert werden.

Von Carina Fenz. Erstellt am 23. Januar 2019 (06:33)
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Im Technologiezentrum werden rund 75 Prozent der Fläche nach dem Rückzug der Firma Zumtobel/Tridonic leer sein. 90 Jobs wandern von Jennersdorf nach Dornbirn und ins serbische Niš ab.
zVg

Mehr als einen Monat nach der Ankündigung der Firma Tridonic 90 Arbeitsplätze vom Standort Jennersdorf abzuziehen, sitzt der Schock noch immer tief.

Vor wenigen Tagen gab es zwischen Vertretern der Arbeitsstiftung, dem Tridonic-Geschäftsführer und dem AMS Gespräche. „Mittlerweile steht fest, dass es von den 90 Arbeitskräften um rund 40 aus dem Bezirk Jennersdorf handelt“, weiß AMS-Chef Harald Braun. Die Gespräche, so Braun, hinsichtlich der angekündigten Stiftung sind positiv verlaufen.

„Für uns steht aber klar fest, dass wir die Menschen so rasch als möglich wieder in die Beschäftigung bringen möchten“, so Braun, der. Kündigungen habe es noch keine gegeben. „Die Wirtschaft braucht Personal, Fachkräfte sind immer gefragt“, spricht Braun über positive Signale einiger Betriebe im Bezirk Jennersdorf. Vor allem in Firmen aus dem Businesspark Heiligenkreuz und der derzeit in Aufbau befindlichen Produktionsstätte „ANA-U GmbH“ in Neuhaus am Klausenbach erhofft man sich positive Signale hinsichtlich einer möglichen Aufnahme der betroffenen Tridonic-Mitarbeiter.

„Mitarbeiter, die keinen Job finden sollen in einer Stiftung untergebracht werden, diese Ankündigung des Unternehmes steht nach wie vor“, verrät Braun. Der Forschungsabteilung der Tridonic wird weiterhin am Standort Jennersdorf bleiben. „Das begrüßen wir sehr. Die WIBAG ist sehr bemüht rasch Nachfolger für die Nutzung der vorhandenen Räumlichkeiten zu finden. Es gibt auch schon erste Interessenten und Gespräche, in die auch die Stadt zwecks Wirtschaftsförderung eingebunden ist. Details können dazu derzeit noch nicht genannt werden, wir stehen am Beginn des Prozesses. Doch es gibt auch sonst positive Bewegungen am Wirtschaftsstandort Jennersdorf“, heißt es von Bürgermeister Reinhard Deutsch.